Seit 1993 ist Prof. Dr. Kurt Monse Geschäftsführender Vorstand des FTK – Forschungsinstitut für Telekommunikation in Dortmund, Hagen und Wuppertal sowie Geschäftsführer der FTK GmbH, Medien und Telekommunikation – Beratung und Service in Dortmund. In diesem Rahmen ist er auch der Herausgeber von ECIN – Electronic Commerce Info Net. Seine persönliche Schwerpunktsetzung konzentriert sich auf den Anwendungsbereich des Electronic Business sowie die Entwicklung der Internetwirtschaft.
Ich glaube, es wird wieder einmal Zeit auf Themen zu setzen, bei denen der eine oder andere Beobachter durchaus auch euphorisch reagiert. Jetzt fand ich, dass das Internetvideo als das Beste seit der Erfindung der Fernsehwerbung eingestuft wurde.
Die schlechten Nachrichten zuerst: Online-Shops sind und bleiben die zweite Wahl. Der Onlinekauf wird zunehmend zu einem Saisongeschäft und das Browsing ist nicht die Lieblingsbeschäftigung der elektronischen Konsumenten. Zusätzliche Umsätze bleiben aus.
Wer in diesem Jahr wissen will, wo die größten Wachstumssprünge liegen, der sollte zur Videowerbung gehen. Für das Jahr 2009 ist ein Umsatzsprung von 45 Prozent von 587 Millionen US-Dollar auf 850 Millionen US-Dollar prognostiziert. Die reinen Wachstumszahlen sagen natürlich noch nichts darüber aus, ob es ein Kinderspiel ist, mit Videowerbung die gewünschten Kontakte zu hundert Prozent zu erreichen.
Mit dieser Frage wird man sich noch einige Male beschäftigen müssen. Immerhin ist das bezahlte Suchmaschinenmarketing in den letzten Jahren die Hauptstütze der gesamten Entwicklung des Webs gewesen. Ob es mit dem Web weitergeht, entscheidet sich ganz wesentlich daran, inwieweit wir es hier mit einer gewissen Resistenz gegen die Wirtschaftskrise zu tun haben.
Eine schöne Überschrift für mein Blog ist dies sicher. Bedrohliches für Google wird damit allerdings nicht ausgesagt. Mobile Werbung ist im Augenblick das Thema, an dem sich die Geister scheiden. Wenn wir Analysten als Geister nehmen, dann gibt es wohl keinen besseren Beweis als die Differenz zwischen den Prognosen, die zwischen Umsätzen von unter einer Milliarde US$ im Jahr 2012 und 24 Milliarden für 2013 schwanken.
Der Dezember ist immer der Monat, in dem Prognosen für das Folgejahr abgegeben werden. Wer es sich einfach machen will, der schaut durchs Internet und bringt die Ergebnisse in einer Tech-Cloud zusammen. Theoretisch würde dann ein Blick reichen, um zu sehen, mit welchen Thesen die Analysten antreten.
Wer schon einmal in Inverness vorbei geschaut hat, der wird bestätigen können, dass es sich hier um ein interessantes Städtchen mit rauem Charme handelt. Worauf es in diesem Zusammenhang allerdings ankommt, ist, dass der raue Charme einiges mit den Durchschnittstemperaturen zu tun hat, die wirklich nicht besonders berauschend sind.
NGN, Next Generation Networks, ist das Stichwort, über das sich die Experten-Gemüter seit Jahren auf den einschlägigen Konferenzen erhitzen, wenn es um die Zukunft der Telekommunikation geht. Allerdings ist die Anzahl der Experten nicht unerheblich, die daran zweifeln, ob bei den Privatkunden und Unternehmen die Themen und die damit verbundenen technischen und rechtlichen Unsicherheiten überhaupt schon angekommen sind.
Man muss sich nicht nur auf Reuters verlassen, um für das nächste Jahr einen Rückgang im Mobilfunkgeschäft zu erwarten. Auch die Expertenschar tendiert in die Richtung von Reuters. Antworten von 22 Analysten ergaben ein weltweites Wachstum bei Mobile für das vierte Quartal, aber auch für 2009 insgesamt, von drei Prozent.
Journalisten, Analysten und Blogger leisten sich bei der Beantwortung der Frage, welche Sektoren der Telekommunikation besonders von der Krise betroffen werden, zurzeit einen enormen Wettlauf. Darüber, dass die Telkos unter ziemlichen Druck stehen, besteht eigentlich Einigkeit.
Ein Ausblick auf das kommende Weihnachtsgeschäft ist nicht einfach. Wenn wir die USA in den Fokus nehmen, dann würden sich alle freuen, wenigstens eine schwarze Null als Ergebnis zu sehen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich häufig rote Zahlen zeigen werden. Ganz anders die Prognosen für eCommerce.
Auch Google werden manchmal Fragen gestellt, die nicht einfach zu beantworten sind. Diesmal ging es um den Widerspruch, dass Google Android als offene Plattform behandelt und gleichzeitig T-Mobile erlaubt wird, den Verkauf des ersten Android-Gerätes „G1“ zu kontrollieren. Laut Google handelt es sich hier um ein Vorgehen, an das die Mobilfunkkunden gewöhnt sind.
Um ganz ehrlich zu sein: Microsoft hat eigentlich nicht die nächste Runde in der Auseinandersetzung mit Yahoo eingeläutet. Ich beziehe mich hier auf ein Interview, das zwei Analysten von Gartner mit Microsoft CEO Steve Ballmer gemacht haben und das mehr oder weniger die ganze Breite der Strategien von Microsoft berührt. Es ist daher kein Wunder, wenn zunächst die Geschäftsstrategien von Google im Vordergrund standen.
Ob dies das richtige Motto ist, mit dem Unternehmen der aktuellen Finanzkrise begegnen können, frage ich mich selbst. Ron Conway, der sein Venture Capital in 130 Start Up Companies stecken hat, jedenfalls ist überzeugt: Die Zeit der dicken Brocken ist vorbei. Mit Blick auf die Erfahrungen aus den Jahren 2000 und 2001 bekamen die 130 Unternehmen, in die Conway investiert hatte, am Dienstag letzter Woche eine eMail.
Dass das Geschäftsmodell des Cloud Computing, das in der Tat wenig technologisch Neues enthält, nun immer öfter zwischen die Mühlsteine gerät, habe ich eigentlich schon erwartet. Man muss nicht Larry Ellison, CEO von Oracle, heißen, um die Frage zu stellen, wann es mit dieser idiotischen Wortschöpfung endlich ein Ende hat.
Wenn Viviane Reding zum Thema Social Networking spricht und man bedenkt, dass sie das verantwortliche Mitglied der Europäischen Kommission für Information Society und Media ist, dann ist das sicherlich ein Anlass, einen kleinen Blog zu schreiben. Es geht um die Rede vor dem Safer Internet Forum am 26. September.
Zunächst einmal darf man nicht unbescheiden sein: Es ist schon ein großer Fortschritt, dass insbesondere in der politischen Öffentlichkeit endlich über Breitband diskutiert wird. Wie immer in Deutschland folgt diese Debatte den öffentlichen Fördermöglichkeiten. Und so ist es kein Wunder, dass alles unter den Titel „flächendeckende Breitbandversorgung im ländlichen Raum“ gesteckt wird.
Google Chrome hat erstklassige Bewertungen erhalten. Neben einigen noch existierenden Sicherheitsproblemen haben wir es hier mit einem Browser zu tun, der mit hoher Geschwindigkeit und Performance arbeitet. Es sieht aber eigentlich so aus, dass wir eigentlich keine Neuauflage des Browserkrieges brauchen - Google braucht allerdings die Browser-Technologie, um umfassend in den Markt für SaaS (Software as a Service) einzusteigen.
Die gute Nachricht ist wie seit langem schon, dass der Internetwirtschaft neue vielversprechende Geschäftsmodelle nicht ausgehen. Mit dem „neu“ ist das zwar manchmal so eine Sache, aber was sich da unter dem Begriff „Cloud Computing“ zusammenbraut hat es schon in sich. Gute Nachrichten gibt es natürlich nicht ohne Einschränkungen.
Die Jagdgemeinschaft ist außerordentlich groß. Es sollte aber heute reichen, sich mit Yahoo und Google und ihren Social Network Aktivitäten zu beschäftigen. Zurzeit ist wohl Yahoo das Unternehmen, das die größten Anstrengungen unternimmt, um den Abstand zu Facebook, aber auch zu anderen Social Network Plattformen, zu verringern.
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