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Suchmaschinen Spammer aller Länder: Vereinigt Euch!

Es gibt keine schlechte Publicity: Hauptsache der erste Platz im Ranking der Suchergebnisse ist gesichert - egal wie. Allerdings ist es nicht ganz einfach, in der Grauzone der nicht wirklich „anständigen“ Suchmaschinen-Optimierung virtuos zu agieren. Eine neue Vereinigung könnte den nötigen Support bieten. Oder?


 

Dumm gelaufen: Die US-Website der Financial Times ist in der vergangenen Woche ganz böse aufgefallen. Nicht mit journalistisch anrüchigen Berichten. Sondern durch die Platzierung von so genannten „Invisible Links“. Weiß auf weiß - also für normale Besucher nicht sichtbar - waren etliche bezahlte Links auf eine Preisvergleichsite (moneysupermarket.com) auf den Seiten von FT.com integriert. Rein zufällig stieß nach einem Bericht der New York Times der Online Marketing Berater Ted McGaffin auf diesen Versuch des Suchmaschinen Spamming. Die Darstellung als nicht sichtbare Links sei lediglich eine Frage der Ästhetik gewesen, so die eher fadenscheinige Legitimation der FT. Man habe die entsprechenden Links sofort entfernt, als sich herausstellte, dass dies Verfahren etwas sei, was man nicht tun sollte…

Nun, ich hoffe nicht Sie erwarten von mir, dass ich jetzt die besten Tipps zum Suchmaschinen Spamming aufzähle? Nein, das war und ist nie unser Stil hier bei ECIN. Außerdem ärgere ich mich schließlich selbst immer wieder heftigst, wenn ich bei den täglichen Recherchen erstmal durch den ganzen Müll sortieren muss, der mit meiner Suchanfrage nichts zu tun hat. Diese ganze Suchmaschinenoptimierung ist doch…

Aber halt, jetzt nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Immer schön sachlich bleiben: SEO ist was anderes als Suchmaschinen Spamming. So schreibt die Wikipedia:
„Methoden der Suchmaschinen-Optimierung (Abkürzung: SEO für (engl.) Search engine optimization) versuchen Webseiten einer Internetpräsenz in den Ergebnisseiten von Suchmaschinen auf vorderen Plätzen erscheinen zu lassen, wenn Benutzer der Suchmaschine nach Begriffen suchen, zu denen diese Internetpräsenz relevante Inhalte bietet.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Suchmaschinenoptimierung

Und zu Suchmaschinen Spamming heißt es:
„Unter Suchmaschinen-Spamming (Search Engine Spamming) oder Index-Spamming (Spamdexing) versteht man alle Handlungen, die dazu führen, dass eine Internet-Suchmaschine auf eine Stichworteingabe hin auf den vordersten Plätzen Webseiten ausgibt, die keine für den Surfer relevanten oder dem Suchbegriff entsprechenden Informationen enthalten. Der Surfer wird vom Spammer, der die Suchmaschinenergebnisse manipuliert, also auf eine Seite gelockt, die er nicht gesucht hat.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Suchmaschinen-Spamming

Was als Information relevant ist, bleibt sicherlich eine Frage, die sich nur im Einzelfall beantworten lässt. Und ich will auch gar keine unsäglichen Diskussionen vom Zaun brechen, ob da nicht Regulierungsbedarf bestehen könnte. Nein, nein, ich will nur darauf hinweisen, dass es eben einen kleinen Unterschied gibt (geben sollte?) zwischen „Suchmaschinen Optimierung“ und „Suchmaschinen Spamming“.

Obwohl ich wahrscheinlich jetzt schon zu heftig mit dem Zaunpfahl gewunken habe. Sie werden mir nun nicht mehr glauben, dass es tatsächlich eine „Association of Search Engine Spammers“ (ASES) gibt? Zielsetzung dieser Organisation: „ We do what is necessary to rank our site for keywords that it does not deserve to be ranked for”.

Aber nichts ist unmöglich: “Welcome to the Association of Search Engine Spammers” heißt es unter http://www.aosep.com. Überzeugen Sie sich selbst..22.06.2005 | Monika Gatzke