Mit dem gerade verkündeten zweiten Konjunkturprogramm sollen auch Investitionen in den Breitband-Ausbau in der Fläche gefördert werden. Die Bundesregierung hat das Ziel definiert, bis zum Jahr 2010 alle weißen Flecken zu schließen.
Hierbei wird allerdings noch keine höhere Geschwindigkeit gefordert, so dass alle möglichen Technologien genutzt werden können. Damit kann schon einiges gegen die Gefahren aus der digitalen Spaltung getan werden, wenn die Umsetzung schnell definiert und praktikabel ausgestaltet wird. Die bisherigen Förderansätze für den Breitbandausbau mit maximal 50.000 je Kommune sind hierfür ganz sicher nicht ausreichend. Natürlich müssen auch die Netzbetreiber ihren Vorteil erkennen.
In der nächsten Umsetzungsstufe bis 2014 sollen 75 Prozent der Haushalte mit Breitband in einer Übertragungsrate von 50 MBit/s angeschlossen sein. 2018 sollen dann alle Haushalte in Deutschland mit mindestens 50 MBit/s anschließbar sein! Dies setzt natürlich einen verstärkten Einsatz von Glasfaser voraus, mit denen zumindest die Kabelverzweiger (Fiber-to-the-Curb) versorgt werden. Auch Fiber-to-the-Building (fttb) muss in verstärkter Form genutzt werden. Im Endausbau ist dann vermutlich Fiber-to-the-Home (ftth) unabdingbar - allerdings von den Investitonsaufwenden auch deutlich am teuersten.
Zur Erreichung der jetzt richtigerweise gesetzten Zielen sind noch einigen Aufgaben zu erledigen und tragfähige Umsetzungskonzepte müssen erarbeitet werden.

