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Achtung, Provider!

Heftige Abwehrschlachten gegen Skype auf mobilen Endgeräten lassen es ahnen: Die Zeit der großen Mobilfunkprovider als Platzhirsche des mobilen Netzes ist vielleicht bald vorüber. Für kleine, clevere Start-Ups bieten sich viele neue Chancen.


 

Es wächst und gedeiht, das mobile Internet. Immer mehr Menschen greifen von unterwegs auf soziale Netzwerke, ihre eMails oder Multimediainhalte zu. Die großen Provider freuen sich über das vitale Interesse am mobilen Netz, schließlich sind nach wie vor sie es, die den mobilen Markt in Deutschland und Europa klar dominieren. Je selbstverständlicher das mobile Internet jedoch wird, desto mehr „Unartigkeiten“ schleichen sich aus dem festnetzbasierten Internet ein.

So haben die neuen Nokia-Handys den VoIP-Dienst Skype standardmäßig an Bord und erregen damit großen und verständlichen Unmut bei den Mobilfunk-Providern: Telefonieren von Skype zu Skype ist umsonst, eine mobile Datenflatrate vorausgesetzt. Vodafone und T-Mobile hatten daher auch zunächst eine vollständige Sperrung von Skype erwogen, mittlerweile denke man über „Skype-Sondertarife“ nach, hieß es.

Nicht alle theoretischen Erfolgsmodelle für die Monetarisierung des mobilen Netzes haben sich halten können: Glaubte man anfangs noch an die ausschließlich gebührenpflichtige Verbreitung von Audio- und Videoinhalten, sind kostenlose Inhalte, wie YouTube, vollständig angekommen. Die Zukunft, auch für die Provider, liegt vielleicht eher im bisher weniger beachteten Geschäft mit kleinen, mobilen Zusatzprogrammen: Programmierer und StartUps auf der ganzen Welt sind bereits für Apples AppStore aktiv – die Nachahmer stehen bereits in den Startlöchern.

14.05.2009