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Frohes Fest!

Nein, es ist nicht zu früh. Mit Sepp Herberger gesprochen: Nach dem Fest ist vor dem Fest. An den sich seit September auftürmenden Spekulatiusbergen im Einzelhandel sollten sich eCommerce-Akteure eventuell ein Beispiel nehmen.


 

Weihnachten kann kommen: Die Kauflaune der Konsumenten ist bislang durch keine wie auch immer geartete Wirtschafts- oder Schweinegrippenkrise totzukriegen. eShop-Betreiber sollten jetzt reagieren: Bereits seit August registriert Google einen Anstieg von Suchbegriffen mit weihnachtlicher Konnotation – seit September sei das Interesse nocheinmal deutlich angestiegen (ECIN berichtete). Nun, knapp zwei Monate vor dem Fest, wird das Interesse noch weitaus höher sein.

Online-Käufer planen zunehmend langfristig: Neben der Abfrage von Testberichten, Nutzermeinungen, Blogs und Kommentaren suchen sie insbesondere bei technischen Geräten lange nach dem für sie passenden Angebot. Nutzermeinungen sind aber nicht nur für die Produkte, sondern auch für die Shops entscheidend: Insbesondere lange Lieferzeiten und höhere Preise vor den Feiertagen werden nicht honoriert. Bei der Bestellabwicklung lässt sich nicht alles auf die böse Post schieben – Buchhaltung und Versand müssen optimal zusammenarbeiten. Ähnliches gilt für die Sicherheitsmaßnahmen – geklaute Kreditkartendaten verderben die Weihnachtskauflaune erheblich.

Bei aller voradventlichen Vorfreude sollte man allerdings grafisch und akustisch nicht über die Stränge schlagen: Ein kontinuierliches „Jingle-Bells“-Gefiepse im gesamten eShop dürfte der Kundschaft ebenso wie allzu aufdringliche Rentiere und Weihnachtsmänner auf dem Magen schlagen. Weihnachtsdekoration ja – aber dezent. Bitte!

05.11.2009