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Die Grundlagen: RFID

18.11.2004 | Artikel drucken | Artikel empfehlen

RFID (Radio Frequency Identification) - oft auch Transpondertechnologie genannt - wird nicht nur im Handel diskutiert. Immer häufiger steht die Bedeutung der Technologie für die Beschaffungs- und Distributionslogistik im Mittelpunkt der Überlegungen. Nicht ohne Grund, denn die Logistik spielt in diesem Zusammenhang eine überaus wichtige Rolle.

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1 Die Grundlagen: RFID
2 Anwendungsbereiche in der Logistik
3 Standards
4 Perspektiven der Entwicklung

Die Transpondertechnologie ist nicht neu: Nahezu jeder kennt Anwendungsbereiche im Kfz, zum Beispiel im Zusammenhang mit Wegfahrsperren. Im Laufe der letzten Jahre wurden allerdings die Applikationen stetig weiterentwickelt. Für logistische Anwendungen erhielten dabei die automatischen Identifikationssysteme (Auto-ID) besondere Relevanz. Auto-ID-Systeme bieten die Möglichkeit, vielfältige Informationen über Waren und Güter bereitzustellen. Bekanntes Beispiel: der Barcode. In Folge weltweiter Standardisierung konnte er sich in der Lager- und Distributionslogistik weitgehend durchsetzen und auch in der Transportlogistik stehen im Zusammenhang mit Stückgutverkehren bereits funktionsfähige Techniken zur Sendungsverfolgung zur Verfügung, die auf Barcode basieren. So wird insbesondere der selbstüberprüfende Code 128 in Fördersystemen, Packstücken sowie zur Identifikation von Lagerplätzen eingesetzt.

Die RFID-Technologie bietet nun die Möglichkeit der berührungslosen Datenübertragung auf der Basis elektromagnetischer Wechselfelder. Informationen lassen sich zur Identifizierung von Objekten übertragen, auch wenn sie in Bewegung sind. Zum Speichern dieser Informationen bzw. zum Austausch der Daten dient ein Mikrochip mit einer Antenne, der als Transponder oder TAG bezeichnet wird. Ähnlich dem Prinzip des Barcodes können so Informationen auf einem Datenträger an Objekten angebracht und durch einen so genannten Reader (analog zum Barcode-Scanner) ausgelesen werden.

Bauformen und Frequenzbereiche

Transponder können in den vielfältigsten Bauformen hergestellt werden. Besonders anwendungsfreundlich erscheinen stiftförmige oder checkkartenförmige Varianten, die entweder laminiert oder selbstklebend (Smart Label) konzipiert sind. Hierbei spielen die unterschiedlichen Anforderungen bei der Anbringung an die zu identifizierenden Objekte eine Rolle. Auch die verschiedenen Anwendungsbereiche sind zu berücksichtigen, da z.B. Chipkarten eher dazu geeignet sind, ganze Paletten von Artikeln im Pulk zu erfassen, wogegen dies mit stiftförmigen Transpondern nicht möglich ist.

Im Zuge der fortschreitenden Miniaturisierung wurden so genannte "Smart Labels" entwickelt. Es handelt sich dabei um Transponder, die samt Antenne auf eine Folie aufgebracht werden, bedruckbar sind und wie Papier weiterverarbeitet werden können. Sie benötigen keine eigene Energiequelle und werden durch die Lesegeräte versorgt, weshalb sie auch als passive Transponder bezeichnet werden.

Smart Labels arbeiten in einem Frequenzbereich von 13,56 MHz. Abhängig von dieser Frequenz ist unter anderem die Reichweite, die hier im Bereich von einem Meter liegt. Daneben gibt es noch andere Transponder-Arten, wie z.B. relativ robuste Varianten, die im Frequenzbereich von 125 KHz arbeiten, bei einer Reichweite bis zu 2 Metern. Bei Distanzen von bis zu 100 Metern liegen die Frequenzen meist bei 868 MHz oder 2,5 GHz.

Smart Labels lassen sich natürlich auch dort einsetzen, wo bisher die Barcodesysteme vorherrschten. Die mittlerweile relativ attraktiven Preisregionen lassen einen Einsatz im Bereich der Massenverarbeitung und Einweganwendungen immer interessanter werden. Angesichts zu erwartender Preissenkungen ist die Marktentwicklung in diesem Bereich der Transpondertechnologie viel versprechend.

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Inhalt:
Weg vom 5 Cent RFID-Mythos!  Teil 1 Die Grundlagen: RFID
Anwendungsbereiche in der Logistik Teil 2 Anwendungsbereiche in der Logistik
Standards Teil 3 Standards
Perspektiven der Entwicklung Teil 4 Perspektiven der Entwicklung


 

 

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