Bedienbarkeit, App Store und Design: Das sind für die Nutzer die drei wichtigsten Stärken von Apple´s mobilem Meisterstück – dem iPhone und werden von dem Smartphone-Vorreiter am besten bedient. Dies geht aus der Studie „Mobile Monitor 2011“ des Marktforschungsunternehmens Goldmedia Custom Research GmbH hervor.
Die Apple Kunden sind demnach so begeistert, dass sie ihrer Marke treu bleiben. Zudem kann Apple auch bei der Konkurrenz punkten: 27 Prozent der befragten Nutzer anderer Smartphone-Marken gab an, beim nächsten Mal ein iPhone kaufen zu wollen. Auf den zweiten Platz kommt bei dieser Frage mit 20 Prozent der asiatische Hersteller HTC, gefolgt von Samsung mit 18 Prozent und Nokia mit fünf Prozent.
Was das Betriebssystem anbelangt, hat das iOS von Apple allerdings seine Vormachtstellung inzwischen verloren. Der Grund dafür: Das Smartphone ist zum Massenprodukt geworden, und für die Durchschnittskunden sind die attraktiven Apple-Geräte häufig zu teuer. Sie weichen daher auf Android aus, das – anders als bei iOS – nicht an eine bestimmte Hardware gebunden, sondern auf den Geräten zahlreicher Hersteller verfügbar ist. Daher räumt Goldmedia auch dem Windows Phone Betriebssystem große Chancen ein, zumal Microsoft durch die hohe Anzahl von Windows-Desktoprechnern über eine enorme Anzahl von Kundenkontakten verfügt.
Ungebrochen ist die Dominanz von Apple im Markt der Tablet-Computer, den man nach wie vor auch als iPad-Markt bezeichnen kann. Laut Studie führt Apple die Konkurrenz mit 63 Prozent Marktanteil überaus deutlich an. Alle anderen Hersteller mühen sich redlich, doch nur Samsung erzielt mit elf Prozent Marktanteil zumindest Achtungserfolge. Abzuwarten sind auch die neuen Markteinflüsse von Microsoft, Nokia, HTC und besonders Amazon Kindle Fire. Nach einer Hochrechnung von Goldmedia liegt das Potenzial für Tablet-Computer in Deutschland bei neun Millionen Nutzern.
Egal auf welchen Endgerät, am Anfang steht die Frage: Wie erreiche ich den Smartphone-Nutzer und welches Geschäft lässt sich wie generieren? Mit der Chance, Angebote personalisiert, zeitunabhängig und „location based“ zu kreieren, bietet der Mobile Markt an sich eine Fülle von Möglichkeiten. Dennoch sind im Gegensatz zum stationären Internet die Geschäftsmodelle in der mobilen Welt noch vergleichsweise gering entwickelt und wenig ausdifferenziert. Aus den USA ist nach Informationen des Branchendienstes eMarketer bereits bekannt, dass zwar über acht Prozent der Mediennutzungszeit auf das Segment Mobile entfällt, jedoch nur 0,5 Prozent des Gesamtwerbemarktes im mobilen Segment investiert werden.
Korrespondierend hierzu zeigen auch die Ergebnisse des Goldmedia Mobile Monitors 2011, dass bisher lediglich die Hälfte der Befragten die mobile Werbung überhaupt bemerkt hat. Von diesen 50 Prozent gaben 17 Prozent an, den Werbe-Angeboten wissentlich gefolgt zu sein, 16 Prozent jedoch besuchten die Angebote versehentlich und 67 Prozent folgten bisher gar keinem Angebot.
Auch die Zahlungsbereitschaft wächst langsam. 37 Prozent der Befragten gaben inzwischen an, kostenpflichtige Apps zu nutzen und hierfür im Durchschnitt zwölf Euro monatlich auszugeben. Besonders einkaufslustig zeigen sich die 30- bis 39-Jährigen (43 Prozent der Befragten). Eine besondere Stellung unter den kostenpflichtigen Apps nehmen die Spiele ein, für die häufig mehr als vier Euro bezahlt werden. Den Zugang zu den Apps bietet jeweils das Portal des Betriebssystemanbieters. Dabei wird die Auswahl an verfügbaren Apps von den Nutzern des Apple App-Stores besser bewertet als die Auswahl im Android Market, gefolgt vom Blackberry-Portal, dem Nokia OVI Store und Windows.
Ein Problem bleibt am Ende und zwar das der Gerätefragmentierung: So wird der mobile Markt derzeit in Featurephones, Smartphones und Tablets unterteilt, indem jedes Gerät seine Nische besetzt und die Bedürfnisse eines bestimmten Nutzerkreises abdeckt. Doch die Gerätefragmentierung geht noch viel weiter über diese drei Kategorien hinaus und stellt die Entwickler von Betriebssystemen vor eine unübersichtliche Vielfalt von Geräten, die unterschiedlichste Funktionen mit sich bringen.
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