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ECIN.de Newsarchiv 1998-2011

Passwortdiebstahl, Phishing und Trojaner: Deutsche Internetnutzer kennen zwar die Gefahren aus dem Netz – trotzdem verlässt sich knapp jeder Zweite (45 Prozent) noch immer auf sein eigenes Gespür statt auf professionelle Schutzmaßnahmen. Dies hat eine aktuelle TNS Emnid Umfrage unter 1.047 deutschen Internetnutzern im Auftrag von Microsoft Deutschland ergeben. Etwa nur jeder Fünfte setzt demnach auf ein Antivirus-Programm (23 Prozent) oder eine Firewall (18 Prozent). Auf eine aktuelle Version seines Webbrowsers achtet sogar nur jeder Zehnte (zehn Prozent).

Dabei sind moderne Browser ein effektiver Schutzschild gegen Passwortklau und Webspionage. Einmal installiert warnen sie den Nutzer automatisch vor vermeintlich unseriösen Seiten im Netz oder gefährlichen Downloads. Dass der Browser eine wichtige Rolle beim Schutz vor Cyberkriminalität spielt, ist vielen Internetbenutzern jedoch nicht bewusst. Entsprechend unbedarft gehen sie bei der Wahl des Browsers vor: Weit über die Hälfte der deutschen Nutzer (64 Prozent) verwendet entweder den einmal installierten Browser oder überlässt anderen die Auswahl, ohne sich über die Vorteile von neuen Internet-Browsern zu informieren. Fällt bei den Männern zumindest noch jeder Zweite (50 Prozent) eine aktive Browser-Entscheidung, sind es bei den weiblichen Nutzern nur 19 Prozent.

Und trotzdem ist der Wunsch nach Sicherheit weit verbreitet: Bei über der Hälfte der Frauen (54 Prozent, Männer: 48 Prozent) steht bei der Browserausstattung der Punkt Sicherheit weit vorne. Erst mit deutlichem Abstand folgt das Thema „Schnelligkeit” (23 Prozent). Ein großer Funktionsumfang und das Angebot an Add-Ons sehen nur 6 Prozent als entscheidendes Auswahlkriterium an.