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News - Archiv Oktober 2000

Graben für BreitbandVier von fünf deutschen Haushalten verfügen über einen breitbandigen Zugang zum Internet. Neuesten Zahlen der Europäischen Kommission (Eurostat) zufolge, die der Branchenverband Bitkom jetzt präsentierte, sollen 31 Millionen deutsche Haushalte inzwischen breitbandig surfen. Mit diesen errechneten Werten liege Deutschland über dem europäischen Schnitt, auf Rang sechs. Aber nach Eurostat-Definition richtet sich der Begriff „Breitband“ nicht nach Geschwindigkeit, sondern nach Vorhandensein von breitbandigen Technologien wie DSL, ADSL, VDSL, Kabel, Satellit oder UMTS.

So werden (Schneckentempo) Anschlüsse – die in 99 Prozent der deutschen Haushalte verfügbar sein sollen - ab 1Mbit/s als Breitband bezeichnet. Aber mal ehrlich: Mit dieser Geschwindigkeit lässt sich in Zeiten von Online-Video und Livestreams gar nichts mehr rocken. Wichtige Zukunftsprojekte, wie intelligente Strom- und Verkehrsnetze, seien auf ein leistungsfähigeres Breitbandnetz angewiesen.
 
Aber es in der Mache: Laut Bundesnetzagentur haben die TK-Unternehmen zwischen 1998 und 2010 über 93 Milliarden Euro in den Ausbau der Netze investiert. So will die Bundesregierung den Ausbau der Infrastruktur beschleunigen. Zudem werden die Mobilfunknetze mit dem neuen Standard LTE (Long Term Evolution) aufgerüstet. In einem zweiten Schritt wird die Entwicklung zu deutlich höheren Geschwindigkeiten forciert. Im Jahr 2014 sollen 75 Prozent aller Haushalte Zugang zu Anschlüssen mit mindestens 50 MBit/s haben.