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Unterschätztes Sicherheitsrisiko: (Ex-)Mitarbeiter
Weltweit sind die meisten Chefs der großen Unternehmen nicht darüber informiert, wo die wirklichen Schwachstellen ihres Netzwerks liegen.
So gehen 79 Prozent der verantwortlichen Unternehmensführer davon aus, dass ein Einbruch in ihre eCommerce-Systeme sehr wahrscheinlich über das Internet oder andere Zugangswege von außen erfolgen würde, wie der "2001 Global e.fr@ud.survey" von KPMG belegt. Nach ihrer Einschätzung stellen Hacker, mangelhafte Umsetzung von Sicherheitsbestimmungen und ungenügende Vorsicht der Angestellten die größten Risiken dar. Und das ist nach Ansicht der Experten der KPMG ein gefährliches Missverständnis: Sie betonen, dass mit weitaus höherer Wahrscheinlichkeit verärgerte (Ex-)Mitarbeiter oder externe Partner ihre Kenntnisse nutzen, um unbefugt in die Netzwerke einzudringen.
Darüber hinaus kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass zahlreiche Unternehmen keine Richtlinien erarbeitet haben, die Sicherheitsverletzungen vorbeugen oder ihre Verfolgung ermöglichen. In weniger als 35 Prozent der Unternehmen werden die eCommerce-Systeme einer Sicherheitsprüfung unterzogen und lediglich die Hälfte hat eine Strategie zum Umgang mit entdeckten Einbrüchen ins System entwickelt. "Nach einem Einbruch schließen die meisten Unternehmen zunächst die Sicherheitslücke, um die eCommerce-Systeme wieder ins Geschäft zu bringen," kommentiert Norman Inkster von KPMG. "Damit zerstören sie allerdings Beweismaterial und machen es nahezu unmöglich, rechtliche Schritte einzuleiten." Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass von den neun Prozent der Befragten, die in den letzten Monaten eine Sicherheitsverletzung registrierten, lediglich eine Minderheit von 17 Prozent die Hilfe der Justiz in Anspruch nahm.