ECIN Home | Aktuell |
News | Juli 2001
Mit Honigtöpfchen zu mehr Sicherheit?
Absolute Sicherheit ist absolut nicht praktikabel. Aber strategisch platzierte Köder in der zweiten Verteidigungslinie können Unternehmensnetzwerke zusätzlich schützen.
Gemäß dem alten Motto "Mit Speck fängt man Mäuse" empfiehlt der britische Experte Ian Kilpatrick von der Wick Hill Group proaktive Sicherheitsmaßnahmen: so genannte 'Honey Pot Traps' sollen unbefugte Eindringlinge anlocken. Als süße Verführung lenken sie von den wirklich sensiblen Bereichen innerhalb der elektronischen Infrastruktur ab.
Wie andere gefährliche Verlockungen sind auch Honey Pot Traps vor allen Dingen durch drei Merkmale gekennzeichnet: sie erscheinen attraktiv, geheimnisvoll und leicht zugänglich. Die Köder können beliebig eingesetzt werden, zumeist finden sie allerdings innerhalb einer Firewall Verwendung. Hier entsprechen sie in ihrer Funktion einem Intrusion Detection System, der Fokus liegt aber stärker auf Täuschung und Informationssammlung. So kann im Falle eines Angriffs die Attacke analysiert und die Identität des Hackers festgestellt werden - ohne den Routinebetrieb abzuschalten.
Den berechtigten Vorwurf, Honey Pot Traps seien aufgrund ihres im Vergleich zum Kernsystem niedrigeren Sicherheitsstandards als solche schnell zu erkennen und damit unattraktiv, entkräftet Kilpatrick zumindest teilweise mit einem Hinweis auf den Status Quo: Über 82 Prozent der britischen Unternehmen setzten noch nicht einmal eine Firewall ein. Von daher erwarteten die Hacker auch keine aufwendigen Schutzmaßnahmen.
Zum gleichen Thema:
28.06.2001 - IT-Sicherheit muss nicht teuer sein
25.06.2001 - Sicherheit mit Pfiff
30.03.2001 - Unterschätztes Sicherheitsrisiko: (Ex-)Mitarbeiter
27.02.2001 - Netz-Attacken ängstigen Unternehmer
06.02.2001 - Sicherheit für das Wireless Business
Mehr News | Spotlights zum Thema 'Sicherheit'