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News | Mai 2002
W3B: Online Shopping und Paid Content im Aufwind
Für deutschsprachige Online-Nutzer ist das Internet nicht mehr wegzudenken und langsam aber stetig steigt auch die Bereitschaft für Inhalte zu zahlen.
Dies ist nur ein Ergebnis der 14. Erhebungswelle der Internet-Studie "WWW-Benutzer-Analyse W3B", bei der mehr als 94.000 deutschsprachige Online-Nutzer in den vergangenen Wochen befragt wurden.
Noch nie wurde im Internet so häufig und lange gesurft. Der Anteil der Nutzer, die sich pro Woche an mehr als fünf Tagen ins Netz einwählen, stieg seit Frühjahr 1997 von 29 Prozent auf 65 Prozent; der Anteil der Personen, die wöchentlich mindestens zehn Stunden online verbringen, kletterte von 24 Prozent auf 45 Prozent.
Immer mehr Internet-Nutzer entdecken zudem das Internet als attraktiven Shopping-Kanal, immer mehr planen den Einsatz des Internet als Einkaufsstätte und immer mehr Online-Käufe werden auch tatsächlich getätigt. Über ein Drittel der deutschsprachigen Nutzer hat schon über 20 Online-Einkäufe getätigt; fast 60 Prozent planen Online-Einkäufe im kommenden Halbjahr.
Auch Online-Content wird salonfähig, jedoch kein Angebot für die breite Masse. Aus Sicht vieler Anbieter muss die "Kostenlos-Mentalität" der Internet-Nutzer ein Ende haben. Seitens der Internet-Nutzer waren die W3B-Umfrageergebnisse zum Thema "Pay for Content" lange Zeit stabil: Seit mehreren Jahren war rund die Hälfte der User strikt gegen das Bezahlen von Online-Content; maximal 20 Prozent waren bereit, für bestimmte Content-Typen zu zahlen. Im Frühjahr 2002 zeigt sich nun erstmals eine deutliche Trendwende: Heute lehnen nur noch weniger als 30 Prozent das Bezahlen für Online-Content kategorisch ab. Vor allem das Interesse an Online-Content in Form von Nachrichten, Informationen und Daten ist im vergangenen Halbjahr ganz deutlich gestiegen, gefolgt von der Online-Softwarenutzung. Das Downloaden von Filmen, Bildern, Musik und Sounds ist nach wie vor für weniger als jeden fünften Nutzer relevant.
Laut W3B-Studie zeigt sich damit, dass die Akzeptanz von "Paid Content" unter den potenziellen Kunden steigt und dass die Nutzeranforderungen sehr komplex sind. Umso wichtiger ist es für Online-Anbieter, die individuellen Wünsche der Zielgruppe genau zu kennen. Nur so können sie attraktive Angebote schaffen, für die ihre Nutzer bereit sind zu zahlen.
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