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News - Archiv Juli 2002

31.07.2002 - Vielen Online-Shops stehen nach dem Urteil des BGH zur Haftung von Kreditkartengesellschaften bei Zahlungsausfällen wahrscheinlich erhöhte Gebühren ins Haus. Da sind Alternativen gefragt...

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Post erwartet mehr Nachnahmen

Vielen Online-Shops stehen nach dem Urteil des BGH zur Haftung von Kreditkartengesellschaften bei Zahlungsausfällen wahrscheinlich erhöhte Gebühren ins Haus. Da sind Alternativen gefragt...

So rechnet die Deutsche Post kurzfristig mit einem Anstieg bei der Bezahlung per Nachnahme. Im vergangenen Jahr hat Deutsche Post Euro Express Nachnahme-Pakete in zweistelliger Millionenhöhe zugestellt. Besonders im eCommerce werde dieser Zahlungsweg von den deutschen Verbrauchern geschätzt, da viele Kunden ihre Kreditkartennummer nur ungern online angeben, so die Post.

Die ebenfalls beliebte Zahlung per Rechnung lehnten zahlreiche Shop-Betreiber aus Furcht vor Missbrauch ab. Für solche Fälle bietet die Deutsche Post dem Versandhandel über Tochterunternehmen die Bonitätsprüfung und eine statistische Risikobewertung an. Mit einer speziellen Lösung für Call Center und Online-Händler soll die Deutsche Post Direkt aus Bonn hier Unterstützung leisten: Noch während der Kunde seine Adresse und den Zahlungsweg am Telefon nennt oder per Internet eingibt, werde die Adresse per Direktverbindung mit der Postreferenz-Datei abgeglichen. Mit 95 Mio. ständig gepflegten aktuellen und ehemaligen Consumer-Adressen sei diese Datei einzigartig. Überprüft werde auf Wunsch auch, ob die genannte Bankverbindung plausibel ist. Die höchste Sicherheit biete eine Bonitätsauskunft. Die Deutsche Post Direkt kooperiert dabei mit dem Verband der Vereine Creditreform e.V. und InFoScore.

Die Deutsche Post Adress (Gütersloh) wendet sich mit ihrem Risikoindex an solche Versender, die auf personenbezogene Angaben verzichten und dafür statistische Angaben nutzen wollen, die wesentlich billiger seien. Der Risikoindex beruht auf einer anonymisierten Wohnumfeldanalyse. Dabei ist jede Hausadresse in Deutschland nach der Wahrscheinlichkeit des Zahlungsverhaltens in Risikoklassen eingruppiert. Je höher das mögliche Risiko ist, desto eher bieten Firmen ihren Kunden die Bezahlung per Nachnahme anstatt per Rechnung an. Die Deutsche Post Adress kooperiert beim Risikoindex mit microm, einer Tochter von Creditreform.

 


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