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News | November 2004
09.11.2004
Die meisten Besucher finden sich in virtuellen Bankfilialen nicht zurecht. Dabei mangelt es nicht an der Qualität, sondern an vor allen Dingen an der Übersichtlichkeit der Informationen.
Nicht ausreichend gut zurecht gefunden lautet die Diagnose der TNS Infratest Finanzforschung zu den Webauftritten der großen Vier: Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Commerzbank und Postbank. Die Kunden seien bei ihrer Suche nach Informationen nicht selten einfach überfordert. Die Banken riskierten damit den Verlust ihrer Anziehungskraft und der Interessenten. So fanden ein Viertel der Erstbesucher nicht einmal elementarste Informationen, wie z.B. Wichtiges zum Girokonto. Zentrale Mängel der Webpräsenz betrafen dementsprechend die Aspekte Übersichtlichkeit, Zurechtfinden, sowie leichtes Auffinden interessanter Informationen.
Problematisch sei die Situation besonders bei Banken, die private Kunden auf Startseiten empfangen, die nicht für sie optimiert wurden und durch welche sich dann die Kunden erst auf die Eingangsseite des Privatkundenbereichs kämpfen müssten. Auch Kunden, die bereits länger die Seiten der Banken nutzten, beurteilten den Zugang als nicht ausreichend gut. Dabei ist in den meisten Fällen gar nicht die Qualität und Aufbereitung der Informationen bemängelt worden, im Gegenteil. Die große Unübersichtlichkeit erschwere das Auffinden der Informationen und werte sie deshalb ab. Abhilfe könnte hier, laut TNS, ein virtueller Berater schaffen. Nach Meinung der TNS Infratest müssten die Banken auch weiter an der Online-Abwicklung komplexer Bankgeschäfte arbeiten. So könnten sich mehr als sieben Millionen Deutsche vorstellen einen Bausparvertrag auch online abzuschließen.
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