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News | Dezember 2004
20.12.2004
Nachdem sich die große Spam-Flut in den letzten Monaten auf bereits hohem Niveau stabilisiert hatte, ist nun ein erneuter Anstieg festzustellen. Der Anteil der "echten" eMails ist inzwischen auf zehn Prozent gesunken.
Der Anteil von Spam, Fraud, Viren oder Würmern am gesamten Mailaufkommen ist wieder deutlich auf 90 Prozent gestiegen. Das ergaben die Auswertungen von über 1,2 Mio. eMails im November 2004. Der Filter-Service Clean MX überprüfte eMails von deutschen Privatpersonen und Unternehmen: Die großen Spamversender seien in Deutschland - wenn auch unfreiwillig - die Kunden von T-Online. Gerade in Deutschland agierten oft private, über DSL angeschlossene PCs wie regelrechte Spamschleudern, deren Besitzer oft gar nicht wissen, dass ihr Rechner mit einem Virus infiziert ist und tagtäglich hunderttausende Nachrichten verschickt.
Deutschlands Top 10 der DSL-Spammer im Dezember 2004 liest sich wie folgt: Auf Platz eins findet sich T-Online (dip.t-dialin.net). Gefolgt von (2) Tiscali (tisdip.tiscali.de), (3) Arcor (arcor-ip.net), (4) mediaWays (mediaWays.net) und (5) Hansenet (adsl.hansenet.de). Platz sechs belegt Prototypisch (ewtel.de), vor (7) Freenet (pppool.de), (8) Cablesurf (cablesurf.de), (9) Kabel Baden-Wuerttemberg (kabelbw.de) und (10) BN Breitbandnetze (blue-cable.de). Die kleinen Internetprovider schützten ihre Kunden schon seit Jahren, stellt Gerhard Recher von NETpilot fest, die Großen dagegen wiesen diese Verantwortung weit von sich. Solange die DSL-Anbieter ihre Kunden ungeschützt im Regen stehen ließen, werde sich an der aktuellen Spam-Situation nichts ändern.
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