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News | Januar 2005
18.01.2005
Eine neue Bilderkennungssoftware für Handys soll nicht nur Plakate oder Objekte erkennen, sondern auch menschliche Gesichter in komplexe mathematische Muster übersetzen.
Die Bild-Erkennungs-Software, entwickelt von Hartmut Neven, Leiter des Labors für Mensch-Maschinen-Interfaces am Information Sciences Institute in Südkalifornien und Partner bei Neven Vision wird bereits für MMS Services von Vodafone Japan und NTT DoCoMo eingesetzt. Auch das Police Department in L.A. testet die Gesichtserkennung zur Verbrechensbekämpfung. Für Handy-Chips optimiert, möchte Neven in Zukunft eine Art "visuelles Google" für die breite Öffentlichkeit entwickeln. Doch das ist erst einmal Zukunftsmusik.
Greifbar dagegen ist seiner Einschätzung nach eine näher liegende Nutzung der Technologie. So könnten Betreiber z.B. einen mobilen Dienst für Kinoplakate implementieren. Endnutzer müssten dann nur mit ihrem Fotohandy ein Filmplakat fotografieren und erhielten je nach Standort (USA bis 10 Sek., Europa & Asien bis 3 Sek.) die entsprechenden Kritiken und Spielpläne zurückgesandt. So könnten heute schon Datenbanken angelegt werden, die bis zu 100.000 Bilder verwalten und 100 Anfragen pro Minute (single-processor PC) abarbeiten. Aber auch andere Objekte, wie Zeitungen, Logos, Karten, Autos, Häuserfassaden, Bücher, CDs, Essen/Getränke und Verpackungen sollen erkannt werden. Anwendungen könnten sich also auch auf Bildinformationen und Biografien von Malern bei Museumsbesuchen oder Produkt- und Preisvergleiche beim Einkaufsbummel beziehen.
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