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News | Januar 2005
20.01.2005
Bis 2010 sollen 41 Prozent der europäischen Haushalte breitbandig ins Netz gehen. Die hohen Wachstumsraten setzen sich fort.
Auf 72 Millionen soll im Jahr 2010 die Zahl der Haushalte steigen, die mit Breitband-Zugang ausgestattet sind. Das entspricht dann etwa 67 Prozent der Onliner insgesamt. Zu dieser Prognose kommen die Experten von Forrester in dem jetzt veröffentlichten Report "European Residential Broadband Forecast: 2004 To 2010", indem sie sich auf die Analyse ausschließlich des Markts der privaten Breitband-Zugänge beschränken.
Spitzenreiter mit einer Penetrationsrate von 54 Prozent sollen 2010 die Niederlande sein, ebenfalls auf den ersten Rängen die skandinavischen Länder. Ausschlaggebend für diesen Erfolg sind nach Einschätzung von Lars Godell von Forrester die hohen Internetnutzerzahlen, der ausgeprägte Wettbewerb und die relativ niedrigen Preise. Die europäischen "Big Five economies" dagegen erreichten lediglich Penetrationsraten zwischen 35 und 45 Prozent, so Godall. Die Kombination aus niedrigeren Nutzerzahlen und höheren Breitband-Preisen erweise sich als entscheidender Nachteil. Für die Zukunft sieht Godall die Marktmacht der traditionell führenden Telekommunikationsanbieter abnehmen. Der weiterhin intensive Wettbewerb werde durch aggressive Entbündelungsstrategien und eine neuerliche Betonung breitbandiger Triple-Play-Services (Sprache, Video und Daten) noch zusätzlich verschärft.
Als dominante Zugangstechnologie wird sich in den kommenden Jahren xDSL durchsetzen, erwartet Godall. Er sieht entscheidende Vorteile gegenüber dem Kabel und den anderen alternativen Optionen Glasfaser, Powerline und so genannten "Fixed Wireless"-Technologien wie WiMAX: xDSL erreiche mindestens zweimal so viele Haushalte wie Kabel und profitiere von der Marktmacht der Anbieter. Im Jahr 2010 werde dementsprechend xDSL rund 80 Prozent der europäischen privaten Internetzugänge ermöglichen und alle Alternativen in Nischen verweisen. Auch der Anteil des Kabels soll von 53 Prozent im Jahr 2000 auf 15 Prozent im Jahr 2010 sinken.
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