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05.09.2005 - Die Werbewirksamkeit des Fernsehens wird, mit zunehmender Verlagerung der Interessen auf das Internet, nicht gerade besser.

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Wohin mit der Werbung?

05.09.2005

Die Werbewirksamkeit des Fernsehens wird, mit zunehmender Verlagerung der Interessen auf das Internet, nicht gerade besser.

Befragt man Medienkonsumenten im Alter zwischen 14 und 39 Jahren zu ihren Präferenzen und ihren Erwartungen im Umgang mit elektronischen Medien, so stellt man fest, dass 45 Prozent Internet und TV parallel nutzen und immerhin die Hälfte von dieser Möglichkeit regelmäßig Gebrauch macht. Das verrät eine Studie der IBM Business Consulting Services und des Zentrums für Evaluation und Methoden der Universität Bonn. Die verstärkte Medienkonvergenz bewirke, der Studie nach, eine stärker werdende Fragmentierung der Zielgruppen durch eine Zunahme und Spezialisierung von Inhalten, Diensten und Plattformen. Der Zwang zum Wandel und zur Anpassung für Programmanbieter nehme eher noch zu. Der Wunsch nach interaktiven Funktionen im TV seitens der Medienkonsumenten sei deutlich als ein Instrument der Verbraucheremanzipation vorhanden.

Absoluter Spitzenreiter der gewünschten interaktiven Funktionen im TV ist mit 84 Prozent die Überbrückung der Werbung. Das zeitversetzte Ansehen von TV-Sendungen (Time-Shift) liegt mit 73 Prozent Interesse an zweiter Stelle. Die Hälfte der befragten Mediennutzer würden dafür auch ein monatliches Entgelt in Kauf nehmen. Echtzeitkommunikation wie Chats und Online-Spiele dominieren das Nutzungsverhalten bei den jungen Medienkonsumenten, wohingegen bei den 30-39-jährigen Mediennutzern diese Spiele mit acht Prozent eher ein Nischenphänomen darstellen. Bei der Generation zwischen 14 und 19 Jahren steigt diese Zahl jedoch auf 44 Prozent und indiziert in dieser Altersgruppe damit gleichzeitig ein Massenphänomen, welches massive Konsequenzen für die Programm- und Werbemacher haben soll, prophezeit die Studie. Zudem zeigten die Ergebnisse eine zusätzliche Verschmelzung von Produzenten und Konsumenten zu so genannten ‚Prosumenten’, durch Alternativen zu professionellen Medienproduktionen wie Blogs oder Podcasting.

 


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