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19.10.2005 - Immer mehr Consumer-Technologien sickern via Internet in Unternehmen – eine Entwicklung, die Gutes hat, aber meist als schlecht beurteilt wird.

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Web 2.0: Mut zur Veränderung

19.10.2005

Immer mehr Consumer-Technologien sickern via Internet in Unternehmen – eine Entwicklung, die Gutes hat, aber meist als schlecht beurteilt wird.

Als zweite Internet-Revolution bezeichnen die Experten David Michell Smith und Dale Kutnick von Gartner in einem Podcast die Verschiebung der freizeitlichen Consumer-Anwendungen auf die Computer-Plattformen der professionellen Firmen und Konzerne. In der ersten Revolution sei das Internet weitestgehend für simple Vorgänge genutzt worden, sagt Dave Kutnick. Nun würden in die Strukturen kommerzieller Organisationen zunehmend Consumer-Applikationen eingebunden – und das nicht immer mit dem vollsten Einverständnis der IT-Abteilungen. Immer mehr Druck sei auf die IT-Verantwortlichen dadurch ausgeübt worden, dass man auf Angestelltenseite einfach zu den beliebten Anwendungen griff. Die nötige Flexibilität fehle den IT-Departments hier einfach, um Schritt zu halten.

Beste Beispiele für die sukzessive Verwendung seien die Desktop-Such-Software und die Instant-Messaging-Anwendungen, die nicht durch traditionelle Anbieter und IT-Abteilungen bereitgestellt, aber von den Angestellten benötigt wurden. Man finde zudem in zahlreichen Organisationen Mitarbeiter, die nicht die von der Firma vorgeschriebenen Produkte nutzten, sondern vielmehr in den meisten Fällen beispielsweise IM-Produkte von bekannten Herstellern, wie AOL, Google, MSN oder Yahoo, einsetzten. Die Zukunft sehen Kutnick und Smith auch im Trend hin zu mehr Consumer-Technologien in den Unternehmen, die nicht nach dem Motto ‚Wenn es nicht sicher ist, unterstützen wir es nicht’ reagieren, sondern ihre Mitarbeiter bei der Nutzung neuer Technologien begrüßen sollten.

Insgesamt werden sich die bisher noch eher vereinzelten Websites und -anwendungen zusehends zu einer Computing-Plattform verdichten, erwarten die Gartner-Experten. Sie sprechen in diesem Zusammenhang vom Web 2.0 und erwarten eine zweite Internetrevolution, die neben Einflüssen durch die großen Akteure, wie Google, eBay und anderen, vor allen Dingen durch die Ausbreitung von nahezu überall verfügbarem Internetzugang als "broadband wireless" beflügelt werde.


 


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