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08.11.2005 - Schon zum Jahresende soll es rund zehn Millionen der schnellen Internet-Anschlüsse geben - jeder vierte Haushalt hat dann Breitband.

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DSL-Markt boomt, Funk kommt

08.11.2005

Schon zum Jahresende soll es rund zehn Millionen der schnellen Internet-Anschlüsse geben - jeder vierte Haushalt hat dann Breitband.

50 Prozent mehr DSL-Anschlüsse als Ende 2004 soll es nach Berechnungen des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Deutschland zum Jahresende geben. „Ein Ende des DSL-Booms ist nicht absehbar“, sagt BITKOM-Präsident Willi Berchtold. Ende 2006 sollen gar 13 Millionen DSL-Zugänge frei geschaltet sein. Das entspreche einem Wachstum von 30 Prozent.

Jeder vierte Haushalt in Deutschland habe nun einen DSL-Anschluss. „Die Verbraucher profitieren derzeit doppelt von dem starken Wettbewerb in diesem Markt: Zum einen sind die Preise stark gesunken, zum anderen die verfügbaren Bandbreiten schnell gestiegen“, sagt Berchtold. Als DSL vor rund fünf Jahren in Deutschland eingeführt wurde, konnten die Nutzer pro Sekunde eine Datenmenge von maximal 768 Kilobit herunterladen. Mittlerweile sind Übertragungsraten bis zu sechs Megabit pro Sekunde, teilweise zwischen zwölf und 25 Megabit pro Sekunde verfügbar. „Diese Geschwindigkeiten ermöglichen eine komfortable Nutzung von neuen Anwendungen wie Video-on-Demand oder IP-TV – also Fernsehen über das Internet – und erhöhen die Attraktivität von DSL enorm“, so Berchtold. Zum Vergleich: Das in vielen Ballungszentren eingeführte digitale Fernsehen über Antenne (DVB-T) arbeitet mit Übertragungsraten von drei bis vier Megabit pro Sekunde.

Einen weiteren Schub für Breitband-Zugänge erwartet Berchtold durch neue Funktechnologien wie UMTS oder WiMAX: Diese drahtlosen Technologien ermöglichen schnelle Internet-Zugänge auch in den Regionen, in denen DSL aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen bislang nicht angeboten werden konnte. Die UMTS-Betreiber haben bereits Angebote für den schnellen Internetzugang geschnürt. Und im Dezember startet die Bundesnetzagentur das Vergabeverfahren der Funkfrequenzen für WiMAX, in einigen Monaten soll es die ersten Angebote für die Nutzer geben. Zudem investieren die deutschen Kabelnetzbetreiber verstärkt in den Ausbau ihrer Netze, so dass sie Fernsehen, Internet und Telefonie aus einer Hand – das so genannte Triple Play – anbieten können. „Diese neuen Entwicklungen werden dem deutschen Breitband-Markt einen zusätzlichen Schub geben“, sagt Berchtold.

 


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