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11.11.2005 - Die digitale Konvergenz wird viele bestehende Marktstrukturen unter Druck setzen. Vor allem TK-Unternehmen müssen sich neu ausrichten oder werden mit einer düsteren Zukunft konfrontiert.

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11.11.2005

Die digitale Konvergenz wird viele bestehende Marktstrukturen unter Druck setzen. Vor allem TK-Unternehmen müssen sich neu ausrichten oder werden mit einer düsteren Zukunft konfrontiert.

Während des Dot-Com-Booms wurde Konvergenz zum Schlagwort, das die zunehmende Verknüpfung unterschiedlichster Dienste und Anwendungen versprach, doch die geschürten Erwartungen konnten zu diesem Zeitpunkt bei weitem nicht erfüllt werden. Jetzt kündigt sich nach Meinung der Experten von Deloitte ein wirklicher Konvergenz-Boom an. Konvergenz werde nicht nur neue Produkte und Märkte hervorbringen, so die Experten, sondern werde auch in etablierten Branchen neue Strukturen, Machtverhältnisse und eine veränderte Wettbewerbsbasis schaffen. Gleichzeitig resultiere dies in düsteren Zukunftsaussichten für Unternehmen, die sich dem Trend verweigerten, da vorhandene Geschäftsmodelle, beispielsweise die Festnetztelefonie, innerhalb relativ kurzer Zeit zunichte gemacht werden könnten.

Das größte Potenzial sehen die Fachleute beim Voice over Internet Protocol (VoIP). Hier rechnet Deloitte mit einem Marktvolumen von einer Billion Dollar bis 2010. Ähnlich viel versprechend sehe es bei den IP-Anwendungen aus, zu denen digitale Abspielgeräte der nächsten Generation und Home Entertainment Services ebenso gehörten wie Video-Telefone für Privatkunden und Enterprise Collaboration Services für Unternehmen. Weitere Produkte und Dienstleistungen, die bis 2010 substanzielle Umsätze erwarten lassen, seien das IP-Fernsehen, mobile Inhalte für das Handy, vernetzte Spiele und Online-Musik, so die Experten. Unternehmen, die digitale Konvergenz als Wettbewerbsvorteil verstehen und nutzen würden, könnten davon in hohem Maße profitieren, erklärt Andreas Gentner von Deloitte. Für den Konvergenz-Boom seien vor allem die zunehmende Digitalisierung, die modernen Übertragungsnetze und der technische Fortschritt auf Seiten der Endgeräte verantwortlich.

 


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