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18.11.2005 - Jedes dritte deutsche Funknetzwerk arbeitet ohne Verschlüsselung und ist so frei zugänglich. Vor allem bei gewerblichen wLANs kann Datendiebstahl eine große Gefahr darstellen.

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Die Deutschen - virtuell gastfreundlich

18.11.2005

Jedes dritte deutsche Funknetzwerk arbeitet ohne Verschlüsselung und ist so frei zugänglich. Vor allem bei gewerblichen wLANs kann Datendiebstahl eine große Gefahr darstellen.

In Deutschland erfreut sich drahtloses Internet großer Beliebtheit und die Zahl der wLAN-Netzwerke wächst stetig. Allerdings legen die User trotz vieler alarmierender Studien immer noch zu wenig Wert auf die Sicherheit ihrer kabellosen Netzwerke. Ein bundesweiter Test der PC-Feuerwehr hat gezeigt, dass sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich im Durchschnitt 36 Prozent der PC-Anwender ungeschützt ein wLAN-Netzwerk nutzten.

Für den Test hat die PC-Feuerwehr in 18 deutschen Städten eine jeweils 40 Kilometer lange Strecke abgefahren und auf die Sicherheit von Funk-Netzwerken überprüft. Während in den durchschnittlich 274 wLAN-Netzen pro Stadt mehr als ein Drittel der Netzwerke vollkommen ungesichert war, setzen immerhin 60 Prozent der Funknetzwerk-Nutzer das Wireless-Encyption-Protokoll (WEP) ein um den Datenverkehr zu verschlüsseln. Unterm Strich sind Bremen (63 Prozent) und Düsseldorf (54 Prozent) die Städte mit den meisten unverschlüsselten wLANs, wo hingegen im Süden Berlins (90 Prozent) und in Hamburg (70 Prozent) die meisten aktiven Datenverschlüsselungen aktiviert sind.

Die PC-Feuerwehr rät zur Installation einer ausreichenden Datenverschlüsslung. Wireless LANs seien eine sinnvolle Technik und würden im Alltag viel Flexibilität anbieten, aber zu gedankenlos eingesetzt, bedeuteten sie eine große Gefahr, so Michael Kittlitz von der PC-Feuerwehr. Wenn zum Beispiel Krankenkassen, Rechtsanwälte oder gar Ärzte die ihnen anvertrauten Daten nicht nur mangelhaft schützten, sondern sogar keinerlei Sicherheitsvorkehrungen nutzten, dann sei dem Datenmissbrauch Tür und Tor geöffnet.

 


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