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News | Dezember 2005
19.12.2005
Die Automobilindustrie zeigt sich zumindest elektronisch - nicht sehr kontaktfreudig. Dabei könnten optimierte Kommunikationsprozesse bares Geld bringen.
In der Autoindustrie herrscht ein enormer Preisdruck und vormals papierbasierte Vorgänge durch elektronische Prozesse zu ersetzen, gilt als wichtiger Optimierungsfaktor. Dass aber der Electronic Data Interchange (EDI) in der deutschen Automobilindustrie nur zurückhaltend eingesetzt wird, hat eine Untersuchung der Marktforscher Agamus Research für indatex herausgefunden. Während von den 935 befragten Unternehmen zwar 89 Prozent über eine EDI-Schnittstelle verfügen, wird diese jedoch alles andere als konsequent eingesetzt: Lediglich 16 Prozent der befragten Unternehmen wickeln mit ihren Lieferanten Geschäftsprozesse wie Auftragserfassung oder Rechnungsstellung elektronisch ab. Bei der Kundenkommunikation kommt EDI mit 33 Prozent deutlich häufiger zum Einsatz. Dies sei durch den direkten Kundendruck zu erklären, so die Analysten.
Die am häufigsten genannten Hinderungsgründe für eine intensivere EDI-Nutzung mit Geschäftspartnern seien eine zu hohe Komplexität bei der Anbindung der vielen unterschiedlichen EDI-Systeme, fehlendes Know-how sowie fehlende personelle IT-Kapazitäten. Hier bestehe eindeutig Handlungsbedarf, erklären die Experten. Abhängig von der Unternehmensgröße kosteten ein- und ausgehende Prozesse zwischen zwei und 15 Euro. Daraus lässt sich ein Verschwendungsanteil von 0,2 Prozent bei großen bis 2,5 Prozent bei kleinen Unternehmen errechnen, bezogen auf den jeweiligen Jahresumsatz. Würde der Grad der elektronischen Kommunikation auf 80 Prozent steigen, wären je nach Unternehmensgröße zwischen 1,25 Prozent und 0,1 Prozent pro Jahr an Einsparungen möglich.
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