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21.12.2005 - China macht sich auf die globalen Märkte zu erobern und da darf RFID natürlich nicht fehlen. Problematisch ist momentan aber noch die technologische Entwicklung.

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RFID im Reich der Mitte

21.12.2005

China macht sich auf die globalen Märkte zu erobern und da darf RFID natürlich nicht fehlen. Problematisch ist momentan aber noch die technologische Entwicklung.

Während im Westen RFID durch Aufträge entwickelt und eingesetzt werde, sei China wohl eher aufgrund des Wunsches der ‚weltgrößte Hersteller’ zu werden, reif für RFID. Das zumindest sagen die Marktforscher von ABI Research. Gleichzeitig aber bescheinigen sie dem Riesen aus dem Reich der Mitte einen unebenen RFID-Markt. Abhängig von der Art der RFID-Technologie und der Anwendung, sowie den proklamierten Standards, sei China nicht einheitlich in der Nutzung der RFID-Technologie. Der Markt für Langwellen-RFID (LF) sei schon den Kinderschuhen entwachsen, so Junmei He von ABI. LF-RFID komme vor allem in den so genannten Low-End-Märkten zum Einsatz, beispielsweise auf Universitätsgeländen, in Internetcafés und Zugangskontrollanwendungen.

Bei der Hochfrequenz-RFID-Technologie (HF) falle der größte Teil des Marktes auf den ISO14443-Standard und umfasse Bereiche wie Identifikation, Transport, Uni-Gelände, Maut-Karten und Internetcafés. Große Zukunftschancen sehen die Analysten für den relativ wenig verbreiteten HF-Standard nach ISO15693. Der Ultrahochfrequenz-RFID-Markt (UHF) stecke in China dagegen noch in seiner Start-Up-Phase. Obwohl die Leute auf den Fahrplan der chinesischen Regierung schauten, so He weiter, übersähen sie doch dabei die hohen Kosten, die technologische Unreife und den unklaren Return on Investment der UHF-RFID-Technologie. ABI Research geht davon aus, dass auch im kommenden Jahr keine nationalen UHF-RFID-Standards festgelegt werden. Besonderer Ansporn für die kleinen und mittleren chinesischen Unternehmen seien aber die Aufträge von Wal-Mart. Der Effekt des Einsatzes von RFID bleibe also größtenteils auf den Exportmarkt beschränkt. Die Frage sei deshalb, wann Wal-Mart anfange seine chinesischen Zulieferer in die RFID-Supply-Chain zu integrieren.

 


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