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News | Dezember 2005
22.12.2005
Bei der Informationstechnologie klingt die Theorie meist besser als die Praxis, denn in den Unternehmen herrschen oft kontraproduktive Defizite.
Eine Studie zum Thema Qualität von Management-Informationen und Informationsbedarf großer Unternehmen fand heraus, dass viele Entscheider noch immer nicht schnell genug auf präzise, zuverlässige und brauchbare Informationen zur operativen und finanziellen Performance ihres Unternehmens zugreifen könnten. Die Autoren der Studie, CFO Research und Deloitte, kommen außerdem zu dem Ergebnis, dass weniger als die Hälfte der Entscheider davon überzeugt sei die notwendige Informationsqualität bereits erreicht zu haben. Das wiederum zwinge die Unternehmen zur Erstellung zusätzlicher Berichte und Analysen sowie zur Konsolidierung unterschiedlicher Bewertungen ein- und derselben Situation.
Als Hauptursachen für schlechte Informationsqualität nennen über 80 Prozent der Befragten nicht integrierte IT-Systeme und sich ändernde Geschäftsprozesse. Außerdem seien für die mangelnde Informationsqualität auch zeitaufwändige, 'manuelle' Berichte und Analysen, nicht funktionierende Incentive-Programme und unrealistische Pläne und Budgets verantwortlich. Logischerweise sind Unternehmen mit besserer Informationsqualität auch effektiver. So stehen 39 Prozent der Unternehmen, die ihre Ziele bereits erreicht haben, weniger oft vor Entscheidungsproblemen als Unternehmen, bei denen Informations-Defizite vorhanden sind. Das mag auch der Grund sein, warum zwei Drittel der Befragten bereits in die Verbesserung der Informationsqualität investieren oder planen, dies im Verlauf der nächsten zwei Jahre zu tun.
Die Zusammenarbeit von Finanzabteilung und IT, von CFO und CIO, sei für die Optimierung der Informationsqualität von entscheidender Bedeutung, erklärt Peter Müller von Deloitte. Unternehmen benötigten seiner Meinung nach auch ein wirksames 'Information-Governance-Framework', um Richtlinien und Abläufe für das Informationsmanagement definieren zu können, Hindernisse zu beseitigen und bei den Mitarbeitern Akzeptanz und Verantwortungsbewusstsein für das gemeinsame Informationsqualitäts-Projekt aufzubauen.
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