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News | Januar 2006
12.01.2006
Alle Jahre wieder wird offenbart, wie es um die Beliebtheit des Internets in Deutschland steht. Besonders VoIP scheint sich bei den jüngeren Nutzern schwungvoll zu verbreiten.
65 Prozent aller Deutschen haben Zugang zum Internet und bereits jeder zehnte Bundesbürger nutzt VoIP-Dienste. Das sind in Kurzform die Aussagen der Forschungsgruppe Wahlen Online in den Internet-Strukturdaten für das vierte Quartal 2005. Bei der Internetnutzung stellt dies ein Wachstum von drei Prozentpunkten im Vergleich zum vorherigen Quartal dar. Mittlerweile sind 73 Prozent der Männer und 57 Prozent der Frauen online. Wie auch in den vorangehenden Untersuchungen ist die formale Bildung aber weiterhin das entscheidende Kriterium für das Vorhandensein eines Internetzugangs: Je höher der Bildungsgrad, desto eher haben die Befragten einen Internet-Anschluss. Während 86 Prozent der Hochschulabsolventen online sind, sind dies bei den Befragten mit Mittlerer Reife noch 67 Prozent, bei jenen mit Hauptschulabschluss mit Lehre 40 Prozent und unter jenen mit Hauptschulabschluss ohne Lehre 17 Prozent. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der Berufszugehörigkeit ab. Selbstständige (80 Prozent) sowie leitende Angestellte und höhere Beamte (71 Prozent) verfügen überproportional häufig über einen Zugang zum Internet, während Arbeiter mit 43 Prozent stark unterrepräsentiert sind.
Bei der Nutzung von IP-Telefonie zeigen sich die Unterschiede weniger in geschlechtsspezifischer Hinsicht als in Bezug auf das Alter: So telefonieren 15 Prozent aller männlichen und 13 Prozent aller weiblichen Befragten unter 35 Jahren über das Internet, aber lediglich fünf Prozent der über 60-jährigen Männer und zwei Prozent der über 60-jährigen Frauen. Nach Einschätzung der Forscher sind für die vergleichsweise hohen Nutzungszahlen vor allem die Messenger-Dienste verschiedener Internetanbieter sowie die Integration der Internet-Telefonie bei einer Reihe von DSL-Anbietern verantwortlich. Was die Nutzungszwecke anbelangt, steigt im Zeitverlauf insbesondere der Anteil jener, die im Internet Preise vergleichen (70 Prozent), Produkte kaufen (59 Prozent) und Online-Banking (52 Prozent) nutzen.
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