17.01.2006 - Was bringt das Jahr 2006 dem eCommerce? Eine auf den Punkt gebrachte Antwort aus den USA verheißt Klarheit.

Was bringt das Jahr 2006 dem eCommerce? Eine auf den Punkt gebrachte Antwort aus den USA verheißt Klarheit.

Der Jahresanfang wird gern für Prognosen genutzt. Die Marktforscher stellen da keine Ausnahme dar und präsentieren ihre sieben wichtigsten Voraussagen für das US-amerikanische Online-Jahr 2006:

(1) Die US-Ausgaben für Online-Werbung sollen 2006 die Fünf-Prozent-Marke übersteigen und damit die Werbe-Ausgaben für die amerikanischen Gelben Seiten überholen. 2009 soll die Online-Werbung mit 7,5 Prozent Gesamtanteil auf 22 Mrd. US-Dollar Umsatz kommen.

(2) Die Verkäufe des Online-Einzelhandels sollen in den USA von 87 Mrd. im Jahr 2005 auf 105 Mrd. US-Dollar in 2006 anwachsen. Das wäre ein Anstieg von 21 Prozent, hauptsächlich verursacht durch die fleißig kaufende Baby-Boomer-Generation und die gestiegene Kaufkraft junger, technik-affiner Konsumenten.

(3) Die Breitband-Internet-Zugänge kommen 2006 auf 124 Mio. Anschlüsse, die sich bis 2008 auf 157 Mio. erhöhen sollen.

(4) Signifikantes Wachstum wird auch für die Sparte Online-Video erwartet. Angetrieben wird diese Entwicklung auch durch die stark verbesserten Video-Such-Dienste von Google und Yahoo, sowie durch die Integration von Video-Content in Apples iTunes. Die Ausgaben für Online-Video-Werbung sollen sich 2006 auf 385 Mio. US-Dollar belaufen.

(5) Zum Leben erweckt soll auch endlich das Mobile-TV werden. eMarketer schätzt die Zahlen der Nutzer in den USA mit drei Mio. doppelt so hoch wie im vergangenen Jahr. Im Jahr 2009 sollen die Nutzerzahlen sogar bei 15 Mio. liegen.

(6) Die Suchmaschinenportale sollen ihre Reichweite ausbauen, wohl aufgrund der steigenden Zahl contenthungriger, breitbandiger Nutzer. Zudem veröffentlichen Suchmaschinenportale wie Yahoo, Google, MSN oder AOL aufgrund des gesteigerten Wettbewerbs verbesserte, werbeunterstützte Web-Applikationen, die zusätzlich Nutzer anziehen können.

(7) 2006 könnte zudem VoIP mit 14,5 Mio. Nutzern in den USA zum Mainstream werden. Aufgrund des Wettbewerbs der Kabel-Anbieter und etablierten Telekommunikationsunternehmen werde sich dieser Markt erheblich transformieren.

 


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