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News | Januar 2006
26.01.2006
Was die Nutzung digitaler Technologien angeht, gibt es deutliche Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland: Die einen surfen mobil, die anderen lieber via Breitband.
Eineinhalb Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung könnte man meinen, dass die Nutzungsmuster digitaler Technologien in Ost- und Westdeutschland sich ähneln, da die Einführung derselbigen gemeinsam erlebt wurde. Eine Studie von Motorola über digitale Technologien belehrt jedoch eines Besseren und zeigt die Unterschiede zwischen West und Ost auf. Während die Ausgaben für das Mobiltelefon mit 47,80 Euro im Osten und 46 Euro im Westen nahezu gleich hoch sind, verzeichnet die Studie eine deutliche Diskrepanz bei der Verbreitung von Mobiltelefonen. Demnach besitzen in Westdeutschland 90 Prozent der Befragten ein Handy, im Osten sind es mit 62 Prozent deutlich weniger. Dafür haben die Ostdeutschen einen deutlichen Vorsprung bei der Verwendung von UMTS: Mit 3,50 Euro zahlen sie durchschnittlich mehr als zehnmal so viel für den mobilen Datenturbo wie die Westdeutschen (30 Cent).
Die passionierteren Internetsurfer finden sich allerdings in den alten Bundesländern. Für den schnellen Internetzugang via DSL werden dort im Durchschnitt 6,70 Euro ausgegeben (Ostdeutschland 4,80 Euro), für andere Internetverbindungen wie per Modem oder ISDN liegen die Ausgaben bei 3,20 Euro (Ostdeutschland 1,20 Euro). Zweigeteilt ist das Land auch bei der Verbreitung des Internets. Verfügen in Westdeutschland bereits 38 Prozent der Befragten über DSL, sind es in den neuen Bundesländern mit 20 Prozent knapp die Hälfte. Auch bei konventionellen Internetzugängen liegt der Osten noch weit zurück: Nur acht Prozent der dortigen Bevölkerung gehen mit ISDN oder Modem ins Netz im Vergleich zu immerhin 30 Prozent der westdeutschen Bevölkerung.
Gefragt nach der persönlichen Einstellung hinsichtlich der neuen Technologien herrscht allerdings wieder Einigkeit unter den Deutschen: Sowohl im Osten als auch im Westen bezeichnen sich 19 Prozent der Befragten als Anhänger neuer Technologien. 65 Prozent der West- und 60 Prozent der Ostdeutschen beklagen deren mangelnde Benutzerfreundlichkeit und zwölf Prozent der Ost- und 13 Prozent der Westdeutschen sind der Meinung, dass angesichts der zunehmenden Komplexität der Endgeräte der gegenwärtige Stand der Technik ausreicht. Offensichtlich wünscht sich eine breite Mehrheit der Deutschen eine Vereinfachung von Endgeräten und Technologien, erläutert Norbert Quinkert von Motorola die Umfrage.
http://www.motorola.com/de
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