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News | Februar 2006
06.02.2006
Die Möglichkeit mehrere Verkaufskanäle zu nutzen, scheint auf Konsumenten seltsame Wirkung zu haben. Fast so als ob man auf das klassische Warengeschäft nicht so recht verzichten könne.
'Um sich zu behaupten, muss man überall sein' so lautet die Devise der Multichannel-Strategen und die Zahlen geben ihnen Recht. So belegen die Marktforscher von eMarketer in einer Studie, dass Einzelhandelsketten wie Wal-Mart oder Target etwa 40 Prozent Anteil an den gesamten Online-Umsätzen haben, während Händler, die nur über das Netz verkaufen, wie beispielsweise eBay oder Amazon, lediglich auf 25 Prozent Gesamtanteil kommen. 70 Prozent der am häufigsten aufgesuchten Websites während der Weihnachtszeit gehörten zu Einzelhändlern mit einem klassischen Geschäft in der Stadt. Kommerzieller Erfolg, so die Schlussfolgerung der Experten, sei zunehmend abhängig von der Qualität des Managements der verschiedenen Kanäle.
Ein entscheidender Grund, warum Einzelhändler überhaupt ihr Geschäft auf das Internet ausgeweitet haben, ist die Verlagerung der Consumer-Spendings vom Geschäft auf das Netz. Betrug der Anteil der Ausgaben im Netz im Jahr 2000 noch 0,9 Prozent an den Gesamtausgaben, so soll er, nach Meinung der Forscher, 2008 bei 3,4 Prozent liegen. Entsprechend erwarten die Konsumenten auch eine zufriedenstellenden Multichannel Einkaufserfahrung, meint Jeffrey Grau von eMarketer. Und die Aussichten damit zu reüssieren, stehen gut: Forschungen hätten ergeben, dass 40 Prozent der Konsumenten, die Online-Käufe in einem Geschäft abholen, weitere Käufe tätigten.
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