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News | Februar 2006
07.02.2006
Mehr Internet heißt in der Regel weniger andere Medien. Um nicht völlig den Anschluss zu verlieren, müssen diese sich auf die neuen Gewohnheiten der Nutzer einlassen.
Eigentlich gar nicht so überraschend kommt die Nachricht von den Marktforschern Jupitermedia, die behaupten, dass das Internet für große Teile der US-amerikanischen Bevölkerung das wichtigste Medium wird. Denn im Schnitt verbringt ein US-Amerikaner 14 Stunden wöchentlich im Netz. Das ist ungefähr dieselbe Zeit, die er vor dem Fernseher verbringt. Damit, so die Schlussfolgerung, verlieren die TV-Sender und Zeitungsverlage fast eine ganze Generation von Zuschauern und Lesern. Jupitermedia rät zum verstärkten Online-Engagement der betroffenen Branchen. Großer Verlierer sind die Bücher, denn 37 Prozent der Befragten gaben an, dass sie weniger Bücher lesen, da sie mehr im Netz sind.
Ebenfalls wenig überraschend kommt zudem die Erkenntnis, dass die Intensität der Nutzung in Zusammenhang mit der Qualität der Nutzung steht. Denn intensive Online-Nutzer kennen sich auch besser aus und nutzen deshalb fortgeschrittene Internet-Technologien, wie beispielsweise Streaming-Radio oder RSS. Mehrkanalige Medienunternehmen sollten deshalb einen Schritt weiter machen und nicht nur ihre Offline-Angebote einfach an das Netz heften. Vielmehr müssten sie sich auf die unverwechselbaren Charakteristiken des Internets und seiner Nutzer ein- und umstellen.
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