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News | Februar 2006
09.02.2006
Die IT in deutschen Krankenhäusern schwächelt. Neben vielen strukturellen Problemen gibt lediglich das Wachstum in wenigen Bereichen Grund zur Hoffnung.
Enttäuschend aber wahr: Die Ausgaben für Informationstechnologien im deutschen Gesundheitssektor machen nur ein halbes Prozent der Gesamtausgaben im Sektor aus. Zu diesen Ergebnissen kommen die Experten von Frost. Man verspreche sich aber auf Seiten der Marktforscher einen bevorstehenden Boost bei der IT-Nachfrage, abhängig von verschiedenen Faktoren unter anderem durch das Inkrafttreten von integrierterer IT-Politik und Initiativen der Regierung. Zum jetzigen Zeitpunkt verfolgen aber nur 15 bis 20 Prozent der deutschen Krankenhäuser eine solche integrierte Strategie, die sowohl den Innenbereich mit den Patienten, als auch den ambulanten Bereich abdeckt. Grund für diese sehr verhaltene Durchdringung ist das Fehlen kohärenter Regierungsinitiativen bezüglich eHealth, die dezentralisierte Administration des Gesundheitssektors und die daraus resultierenden unterschiedlichen Standards auf Länderebene. Außerdem bereiten die sehr begrenzten Krankenhaus-Budgets und das Fehlen einer deutlichen unternehmensweiten IT-Strategie Anlass zur Sorge.
Bis jetzt waren die IT-Systeme im Gesundheitssektor hauptsächlich dominiert durch Administrationssysteme, welche die Verwaltung der Patientendaten und die Finanz- oder Einkaufsberichte erleichtern sollten. Aber dieser Marktbereich sei, nach Meinung von Frost, saturiert und ein anderer Bereich gebe Anlass zur Hoffnung: die klinischen Systeme. So sehen auch die Prognosen für 2006 entsprechend mehr Wachstum für die klinischen Systeme, die eine Wachstumsrate von 15-20 Prozent erreichen sollen. Für den administrativen IT-Bereich werden Wachstumszahlen von 5,7 Prozent genannt.
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