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15.02.2006 - Wer hätte das gedacht: Nicht die Kontrollfanatiker scheinen die besseren IT-Manager zu sein, sondern diejenigen mit gesundem Menschenverstand und dem Mut zur Lücke.

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IT-Management: 100% Kontrolle bringt nichts

15.02.2006

Wer hätte das gedacht: Nicht die Kontrollfanatiker scheinen die besseren IT-Manager zu sein, sondern diejenigen mit gesundem Menschenverstand und dem Mut zur Lücke.

Um die IT aus Management-Sicht besser in den Griff zu bekommen, schlagen die drei Senior-Consultants vom Cutter Consortium, Bob Benson, Tom Bugnitz und Bill Walton den ‚common sense’, also den gesunden Menschenverstand vor. Das soll nichts weiter heißen, als das IT in einer gesamtheitlichen und disziplinierten Sicht zu betrachten sei. Konkret schlagen die Experten vier Punkte vor, die jeder CIO oder CFO beachten sollte.

1. Die Kosten müssten nicht hundertprozentig und auf die Kommastelle genau berechnet werden, da sich die Aufwendungen für Server, Netzwerke und Applikationen sowieso nicht so genau bestimmen ließen. Es reiche eine achtzigprozentige Genauigkeit, solange alle Posten auch in der Kostenrechnung aufgeführt seien.

2. Die Ziele sollten, nach Meinung der drei Experten, auf jeden Fall kurzfristig erreichbar sein. Diese Ziele sollten drüber hinaus auch durch spezifische Entscheidungen erreicht werden. Beispielsweise könnten sich Entscheider fragen, welches Projekt sie im nächsten Jahr angehen möchten oder welche Budget-Bereiche im nächsten Jahr heruntergefahren werden sollten.

3. Ein weiterer wichtiger Punkt, der den gesunden Menschenverstand betrifft, sind die realisierbaren Ergebnisse. Das heißt, dass nicht schöne Bilder und nette Studien Ziel der Anstrengungen sein können, auf die dann keine sichtbaren Ergebnisse folgten. Auch Prioritätslisten und Bemessungsgrundlagen vorzulegen, ohne konkrete Ergebnisse im Kopf zu haben, sei absolut unnötig.

4. Last not least die Komplexität, die nach Meinung der Senior-Consultants niemals gut sein könne. So sei die ‚Körnung entscheidend, da man nicht hundertprozentig jedes Detail des Managements überschaue. Es sei demnach nicht erstrebenswert 1.000 unterschiedliche Applikationen im Unternehmen laufen zu lassen. Das gängige Niveau an Komplexität liege bei 30 bis 50 Applikationen.

 


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