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News | Februar 2006
22.02.2006
Die Mobil-Industrie ist zwar mit ihren Angeboten immer schneller als der normale Anwender, aber es klafft schon eine große Lücke zwischen dem Stand der Technologie und der wirklichen Anwendung.
Traurig aber wahr: Da kann sich die Mobilfunkindustrie momentan noch so viel aus den Fingern saugen, der deutsche Mobilfunk-User braucht sein Handy um zu telefonieren und SMS zu verschicken. So sind die Zahlen für die Nutzung dieser guten alten Dienste nicht verwunderlich: 75,4 Prozent der Befragten telefonieren mit ihrem Handy, 79 Prozent versenden und empfangen SMS. Auffällig dagegen ist die wenig beliebte Nutzung der Datendienste post-SMS: Nur 24,6 Prozent gaben an, MMS oder Fotos mit ihrem Handy zu versenden und zu empfangen. Herausgefunden hat das eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest. Andere mobile Datendienste liegen nur im einstelligen Prozentbereich. So nutzen nur acht Prozent der Befragten eMailing per Handy, 4,7 Prozent surfen mobil im Internet und 6,1 Prozent nutzen mobile Musikdownloads. Ganz abgeschlagen sind momentan Dienste wie Videotelefonie und Handy-TV mit 0,6 und 0,4 Prozent Nutzerschaft.
Ebenfalls erschreckend: Die Kenntnis über UMTS und die Nutzung dieser Technologie sind fast zwei Jahre nach dem offiziellen Start nur wenig verbreitet. Derzeit weiß nur ein Drittel der deutschen Mobilfunknutzer, worum es sich bei UMTS überhaupt handelt. 42,6 Prozent haben von UMTS gehört, wissen aber nicht, worum es sich handelt und ein Viertel der Befragten hat noch nie etwas von UMTS gehört. Lediglich etwas mehr als zwei Prozent aller Befragten besitzen derzeit ein UMTS-Handy oder eine UMTS-Laptopkarte. 84 Prozent davon haben Handy-TV über UMTS noch nicht ausprobiert. 75 Prozent haben Dienste wie Videotelefonie, Video- und Musikdownloads über UMTS noch nicht genutzt, obwohl sie technisch dazu in der Lage wären.
Für 48,3 Prozent sind einfache Tarife persönlich das Wichtigste in Sachen mobiler Kommunikation. Auf Platz 2 folgt mit rund 29 Prozent das Senden und Empfangen von SMS und MMS, gefolgt von mobilem Internet mit 8,9 Prozent. Mobiles TV und Musikdownloads stehen auf der Prioritätenliste der Mobilfunknutzer am Ende. Lediglich 1,9 und 1,3 Prozent der Befragten halten diese Dienste persönlich für wichtig.
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