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News | Februar 2006
24.02.2006
Triple-Play soll bis Ende des Jahrzehnts in Deutschland an Fahrt gewinnen. Besonders die Kooperation von Kabelunternehmen und DSL-Anbietern bietet sich an.
Rund 60 Prozent der Telekommunikationsunternehmen in Deutschland wollen in den nächsten drei Jahren in Triple-Play investieren. Triple-Play bedeutet, dass aus einer Hand und IP-basiert Telefon, Fernsehen und Internet geliefert werden. Bis 2010 sollen so rund drei Millionen Haushalte mit Triple-Play-Angeboten versorgt worden sein. Dies ist das Ergebnis einer Online-Umfrage von Steria Mummert Consulting. 72 Prozent der Telcos rechnen bei der Einführung von Triple-Play mit einer Verschiebung der Marktanteile bei Telefonie, Fernsehen und Internet. 15,3 Prozent sehen keinen Grund eine Verschiebung anzunehmen und 12,7 Prozent sind sich über den Trend nicht sicher oder haben keine Meinung.
Dabei bringen sich insbesondere die Kabelbetreiber mit großen Übertragungsraten und attraktiven Konditionen in Stellung. Das Internetfernsehen (IPTV) werde es im Wettbewerb schwer haben, da bereits ein breites Free-TV-Angebot in Deutschland bestehe, so Steria Mummert. Über den Erfolg von Triple-Play werde daher die Kooperationsbereitschaft der Anbieter sowie die Angebotsvielfalt entscheiden. Der voraussichtliche Umsatz stimmt aber optimistisch, denn dieser soll bis 2010 ein Volumen von etwa einer Milliarde Euro erreichen.
Ein Erfolgsmodell dürfte die Zusammenarbeit von Kabelunternehmen und DSL-Anbietern werden. Auf diesem Wege könnten beide ihre Produkte über eine gemeinsame Infrastruktur vertreiben. Der Vorteil: Anbieter profitierten von geringeren Netzwerkkosten und Kunden von einem größeren Fernsehprogramm und zusätzlichen Filmangeboten per Internetabruf. Dabei sollen neben herkömmlichen TV-Sendern auch Consumer-Marken ins Fernsehen vordringen und damit direkte Endkundenbeziehungen aufbauen.
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