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News | März 2006
03.03.2006
Verkehrsrowdies könnten bald höhere Versicherungsbeiträge bezahlen als defensive Autofahrer. Der Grund: Digitale Überwachungssysteme direkt im Auto berichten den Versicherern.
Im Live-Betrieb soll auf der CeBIT eine Lösung vorgestellt werden, die das Verhalten von Autofahrern erfasst und danach die Prämien der Versicherung berechnet. Das Prinzip ist einfach: Weniger riskante Fahrer zahlen eine geringe Prämie, und zwar unabhängig vom Verhalten anderer Versicherter. Verantwortlich zeichnen sich dafür T-Systems und die WGV Versicherungsgruppe.
Die technische Lösung umfasst einen Bordcomputer, den die Telekom-Tochter im Pkw installiert. Diese so genannte On Board Unit empfängt Orts- und Bewegungsdaten des Fahrzeuges über Satellit auf Basis von GPS. Gleichzeitig sendet die On Board Unit Angaben über die gefahrenen Kilometer, Straßen und Uhrzeiten an ein System, das diese Informationen automatisch auswertet und die Ergebnisse in regelmäßigen Abständen über GPRS (General-Packet-Radio-Service) an ein von T-Systems betriebenes Rechenzentrum überträgt. Die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom bereitet die Daten auf und stellt sie der WGV online zur Verfügung. Diese bezieht die so erhaltenen Daten zusätzlich ein, um die individuelle Prämie zu berechnen.
Einige der Test-Wagen besitzen außerdem ein System, um den jeweiligen Fahrer zu erkennen und um zwischen Dienst- und Privatfahrten zu unterscheiden. Damit lasse sich bei Bedarf zusätzlich ein elektronisches Fahrtenbuch erstellen, das alle Bewegungen automatisch aufzeichnet und eindeutig einer Person zuordnet. Der Versicherer brauche dazu nicht in eigene Infrastruktur zu investieren, sondern zahle einen pauschalen Preis pro Fahrzeug und Service.
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