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News | März 2006
14.03.2006
China wird mittelfristig stark auf RFID-Technologie zurückgreifen. Vorerst ist aber nicht die Industrie an der Funktechnologie interessiert, sondern die Regierung.
Die Radiofrequenz-Technologie hält in China Einzug und wie immer in diesem großen Land, sind auch die Verkaufszahlen für RFID-Chips mächtig. 100 Millionen Tags sollen im vergangenen Jahr nach China versandt worden sein. Das berichten die Marktanalysten von In-Stat und prognostizieren für das Jahr 2009 einen Handel von 2,9 Milliarden Stück. Eine wesentliche RFID-Anwendung soll das Resident-ID-Card-Program sein, das in China dann bereits in der zweiten Generation aufgelegt werde. So sei das Projekt zur Ausgabe von RFID-bestückten Personalausweisen durch das Ministerium für öffentliche Sicherheit auch aufgrund der Bevölkerungszahl von 1,3 Milliarden Chinesen eines der größten RFID-Projekte. Mehr als eine Milliarde ID-Cards sollen bis 2008 herausgegeben werde.
Ab 2008, so prognostizieren die Experten von In-Stat, soll die Zahl der RFID-Tags, die zur Markierung von Waren gebraucht werde, die Zahl derjenigen Tags überbieten, die im ID-Card-Programm eingesetzt werden. Damit soll dann der Einzelhandel zum größten Abnehmer von RFID-Tags in China avancieren. Weiterhin bleiben aber unvereinbare Standards größtes Hindernis für eine offene Lieferkette, die industrie- und territorien-übergreifend agiert. Zudem seien die Preise für RFID-Tags immer noch relativ hoch. Sie reichten von 0,15 US-Dollar bis hin zu Tags die 200 US-Dollar kosten.
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