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News - Archiv März 2006

15.03.2006 - Analysten wagen Vorhersagen für die nächsten zehn IT-Jahre und kommen dabei nicht unbedingt auf völlig neue Erkenntnisse.

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Wie wird 2016?

15.03.2006

Analysten wagen Vorhersagen für die nächsten zehn IT-Jahre und kommen dabei nicht unbedingt auf völlig neue Erkenntnisse.

Nicht alle Prognosen werden auch in Erfüllung gehen, aber man wird doch wohl noch prognostizieren dürfen. Das dachten sich auch die Marktanalysten von Gartner und ließen sich zu einer ganz allgemeinen Skizze der IT-Situation in Wirtschaft und Gesellschaft der nächsten zehn Jahre hinreißen. Demnach sei man mitten in einer Reise, die in der analogen Welt der frühen 1980er Jahre begonnen habe und in der digitalen Welt enden und insgesamt 60 Jahre dauern soll. In den ersten 30 Jahren sei die Technologie in die Unternehmen gekommen, in den restlichen 30 Jahren soll jedes Individuum mit digitaler Technik versorgt und so Gesellschaft und Wirtschaft neu strukturiert werden. Aufgrund dessen sprechen die Experten auch von einer fundamentalen Veränderung der Kräfteverhältnisse von Business und Consumer. Die Wendigkeit der Unternehmen sei eine entscheidende Schlüsselqualifikation in den globalisierten Zukunftsmärkten.

Acht Trends wollen die Marktanalysten von Gartner ausgemacht haben, die die Zukunft der IT bestimmen sollen. Trend eins und zwei heißen ‚Commoditisation und Consumerisation’ und meinen die massenweise Verbreitung von PCs zu moderaten Preisen, die wiederum die Unternehmensarchitekturen stark beeinflussen sollen. Trend drei und vier: ‚Tera-Architectures und Virtualisation’ besagen, dass in Zukunft verstärkt hochgradig dezentralisierte Systeme, basierend auf kostengünstige Komponenten, eingesetzt werden. Google hat diese Architekturen bereits in Betrieb, die nach Meinung von Gartner zehnmal preiswerter seien als traditionelle Ansätze. Virtualisierung erlaube zudem stärkere Ausnutzung der Systeme und größere Flexibilität.

Trend fünf und sechs: ‚Neuentwicklungen, Akquise und Liefermodelle’ basieren auf der Annahme, dass Service-Level-Agreements für Software nicht mehr technologie-basiert, sondern unternehmens-basiert geschlossen werden. Die Hardware soll mit einem ähnlichen Muster, nur etwas zeitversetzt, folgen. Trend sieben und acht: ‚Community und Collaboration’ meinen den starken Einfluss der IT auf soziale Interaktionen. Gartner prognostiziert für 2010, dass 70 Prozent der Bevölkerung in der entwickelten Welt, zehnmal mehr Zeit mit dem Austausch innerhalb der elektronischen Welt verbringen wird, als mit Interaktionen in der physischen Welt.

 


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