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News - Archiv März 2006

29.03.2006 - Bücher, CDs und Videos sind schon lange nicht mehr das einzige was Deutsche online kaufen. Und vor allem suchen und kaufen sie nicht nach einem einheitlichen 'Schema F'.

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Der Kunde und die Kaufentscheidung

29.03.2006

Bücher, CDs und Videos sind schon lange nicht mehr das einzige was Deutsche online kaufen. Und vor allem suchen und kaufen sie nicht nach einem einheitlichen 'Schema F'.

Mehr als 14 Millionen Deutsche haben im Februar 2006 eine Website des Bereichs Computer und Unterhaltungselektronik besucht. Nur Reisen mit 16,2 Millionen sowie Banken und Kreditinstitute mit 14,8 Millionen Besuchern liegen noch vor den Computerseiten. Aktuelle Nachrichten ziehen mit 13,9 Millionen im Vergleich weniger Besucher monatlich an. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse im Bereich Unterhaltungselektronik der Internetmarktforscher Nielsen//NetRatings. Obwohl Preisvergleichswebsites und der Riese eBay mit einer Unique-Audience von 6,6 Millionen Besuchern und damit einem Active-Reach von 18,4 Prozent den Wettbewerb kräftig ankurbeln, behaupten sich traditionelle Anbieter wie Conrad, Pearl oder Medion mit jeweils über einer Million Unique-Audience im Februar 2006 sehr gut. Durch sehr breit gefächerte Angebote und riesige Produktpaletten schaffen sie es, ein großes Publikum anzusprechen, das außerdem sehr treu zu sein scheint. Die Publikumsüberscheidung dieser drei Marken betrug im Februar 2006 nur 0.5 Prozent.

Auch Websites auf denen nicht direkt online bestellt werden kann, wie beispielsweise T-Online onComputer und Media Markt, sind bei den Deutschen populär um Produkte zu vergleichen. Media Markt nimmt hierbei eine besondere Position ein. Während Kunden auf Media Markt Produkte vergleichen und sehen können, in welcher Filiale diese erhältlich sind, wird der Online-Shop MediaOnline separat betrieben. Stefan Raum von Nielsen//NetRatings kommentiert die aktuelle Lage folgendermaßen: Den Deutschen gehe es lange nicht mehr nur um den niedrigsten Preis. Sie vertrauten vielmehr dem Informationsreichtum der ihnen online zur Verfügung stehe. Über eBay und Produktvergleichswebsites sowie Bewertungen auf Portalen wie T-Online oder Lycos wählten sie die ideale Kombination aus Produktfeatures und Preis und kauften schließlich online oder offline. Natürlich werden Kunden auch weiterhin im Laden kaufen, jedoch müssten Händler und Hersteller die Veränderungen in der Entscheidungsbildung genau beobachten und ihre Verkaufsstrategien entsprechend anpassen.

 


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