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News - Archiv März 2006

29.03.2006 - Online-Gambling ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Besonders kontrovers werden im Moment die äußerst erfolgreichen Sportwetten diskutiert.

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Online-Glücksspiel mit Aufmerksamkeit

29.03.2006

Online-Gambling ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Besonders kontrovers werden im Moment die äußerst erfolgreichen Sportwetten diskutiert.

In 2005 wurden in Deutschland bei Online-Glücksspielen 3,3 Mrd. Euro eingesetzt, das sind rund 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Das fand eine Studie des Beratungsunternehmens Goldmedia heraus. Sie stellte ebenfalls fest, dass die pro Kopf gewichteten Spieleinsätze mit knapp 40 Euro jährlich aber vergleichsweise gering ausfallen. Die Österreicher dagegen geben mit 177 Euro pro Einwohner viermal so viel für Online-Glücksspiel aus. Das liege aber zum Teil auch an der deutlich liberaleren Gesetzgebung in Österreich. Zudem dürften in Österreich Casinospiele vom staatlichen Anbieter auch online offeriert werden, was in Deutschland nur im Ausnahmefall möglich sei. In beiden Ländern bestehe aber ein staatliches Glücksspielmonopol, das Lotterien, Casinospiele und Wetten umfasst. Eine liberale Glücksspielgesetzgebung korrespondiere offenbar mit einer deutlich höheren Spielintensität der Bevölkerung im Internet, meinen Goldmedia. Hinzu komme aber, dass die staatlichen und legalen Glücksspielanbieter in Österreich beträchtliche Umsätze im Inland generierten und damit ganz erheblich den Anteil illegaler Anbieter minimierten.

Deutlich gestiegen sind in den letzten Jahren vor allem die Online-Umsätze der privaten Sportwettenanbieter. Gemessen an den Spieleinsätzen machen Sportwetten heute gut ein Drittel des deutschen Online-Glücksspielmarktes aus. In Österreich und der Schweiz ist dieser Anteil sogar noch höher. Zudem hat das Bundesverfassungsgericht in seiner jüngsten Entscheidung das staatliche Monopol für Sportwetten in seiner gegenwärtigen Form als nicht mit dem Grundgesetz vereinbar erklärt. Unabhängig von diesem Urteil werden in Deutschland die privaten Sportwettenanbieter weiterhin stark wachsen, erklärt Michael Schmid von Goldmedia. Nationale regulative Behinderungen im grenzüberschreitenden Internet seien nicht mehr durchsetzbar. Komme es zu einer Liberalisierung des Sportwettenmarktes und damit zum Eintreten neuer und finanzstarker privater Anbieter in den deutschen Markt, insbesondere aus Großbritannien, müssten sich etablierte private Anbieter auf eine deutlich höhere Wettbewerbsintensität einstellen.

 


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