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News | März 2006
31.03.2006
Helle Aufregung gibt es derzeit um die mögliche Viren-Empfindlichkeit von RFID-Transpondern. Eine Experteneinschätzung verheißt Entwarnung.
Jetzt ist sie da, die Diskussion über RFID-Viren. Eine Stimme, die beruhigen will ist die von GS1, die betont, dass bei Verwendung der RFID-Technologie nach den Standards von EPCglobal das Gefährdungspotenzial durch einfache Filterroutinen nahezu ausgeschlossen werden könne. Prinzipiell, so räumt GS1 ein, sei eine Bedrohung aber grundsätzlich nicht auszuschließen. Entscheidend sei jedoch, ob es dem Virus gelinge, von dem RFID-Transponder in ein EDV-System einzudringen. Das EDV-System sei aber ausreichend geschützt, da schon der Reader erkennen könne, ob ein Transponder manipuliert sei. Dies finde anhand der eindeutig zuordenbaren EPC-Nummer statt, die standardisiert sei und ein Objekt weltweit überschneidungsfrei definiere. Erkennt der Reader einen Fehler, kann er die gelesenen Daten löschen und somit werden sie nicht an verarbeitende EDV-Systeme weitergegeben.
Prinzipiell wird zwischen zwei Arten von Virenangriffen unterschieden. Bei der ersten Art von Angriffen, dem so genannten Buffer-Overflow soll die eingelesene und manipulierte Datenmenge einen Systemabsturz provozieren. Da aber die Länge eines EPC bekannt ist, können Transponderinhalte, die länger als ein EPC sind, ohne Probleme identifiziert und gelöscht werden. Bei der zweiten Art von Angriffen, der so genannten Code-Insertion ist auf dem Transponder ein schädliches Computerprogramm gespeichert. Durch die exakte Definition eines EPC mit Kopf- und Filterdaten sowie Nummernteil können korrekte und somit unschädliche Transponderinhalte zuverlässig erkannt werden. Alle anderen Inhalte werden auch bei dieser Art von Angriffen vom Reader identifiziert und gelöscht.
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