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News | April 2006
13.04.2006
Im Moment führt das mobile Fernsehen noch eine Art Schattendasein. Mit den richtigen Strategien soll sich das aber bald ändern.
Die Fachwelt zerbricht sich darüber den Kopf, wie Mobile-TV eigentlich aussehen soll, um dem Endkunden zu gefallen. Auf diese Frage gibt es eine klare Antwort, zumindest nach Meinung einer Marktanalyse von TNS Infratest. Demnach wird Fernsehen auf dem Handy am ehesten genutzt, um Wartezeiten angenehm zu gestalten. Zudem wird Kostentransparenz auf Kundenseite vorausgesetzt. Wer diese Voraussetzungen als Anbieter erfülle, so TNS, werde Handy-TV als Erfolgsmodell betreiben können. Denn eine Zahlungsbereitschaft der Nutzungsinteressierten sei messbar vorhanden und lasse sich durch eine zielgruppengerechte Gestaltung von Tarifpaketen abschöpfen.
Momentan liege das Nutzungspotential der Handy-TV-Interessierten aber nur bei zehn Prozent der Mobilfunknutzer. Dahinter verberge sich eine Personengruppe, die eine hohe Zahlungsbereitschaft für die Nutzung mobiler TV-Dienste signalisiere. Für die Nutzung einer kombinierten Handy-TV- und Internet-Flatrate wurde eine Preisakzeptanz ermittelt, die zwischen 20 und 25 Euro pro Monat liegt. TNS schlägt vor, Produkte so zu gestalten, dass sie gerade die frühen Nutzer ansprechen, denn der Erfolg von Handy-TV wird maßgeblich von ihnen abhängen. Über diese Personengruppe könne dann eine Produktakzeptanz am Markt geschaffen und der Kreis der Interessierten sukzessive ausgeweitet werden. Neben der Auswahl geeigneter mobiler Endgeräte spielen hierbei die Tarifgestaltung, die Initial-Vermarktung sowie der Content eine zentrale Rolle, der außerdem auch in engem Zusammenhang mit den Orten der Nutzung stehe.
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