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News | April 2006
20.04.2006
Beim mobile Commerce in Deutschland fehlt es vielen an Durchblick: Rechtliche Hürden und Unklarheiten machen Forderungen nach angepassten Gesetzen stark.
Fehlende rechtliche Rahmenbedingungen und hohe Anforderungen stellen die Hindernisse für mCommerce in Deutschland dar. Das ist das Fazit einer Studie vom eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. Rund neunzig Prozent der befragten mCommerce-Fachleute vertreten die Ansicht, dass der deutsche Gesetzgeber die spezifischen Herausforderungen dieses Geschäftsbereiches noch nicht hinreichend erfasst habe. Dies sei auch der Hauptgrund dafür, dass die Schaffung klarer rechtlicher Rahmenbedingungen bisher nicht angegangen wurde. mCommerce sei eCommerce im Taschenformat und somit gebe es einige Besonderheiten, die bedacht werden müssen. Aus diesem Grund bereite die rechtskonforme Gestaltung eines Vertragsabschlusses über mobile Endgeräte nicht selten Kopfschmerzen, betont Bettina Horster vom Arbeitskreis mCommerce bei eco.
Auf die Frage, welche Maßnahmen ergriffen werden müssten, um den Unternehmen den Ausbau ihrer mCommerce-Aktivitäten zu ermöglichen, antworteten lediglich 14 Prozent, dass der größte Nachholbedarf im technischen Bereich liege, 55 Prozent erachten die Änderung und Anpassung der Rechtsvorschriften an die Gegebenheiten einer neuen Geschäftswelt für dringend erforderlich. Problematisch seien in diesem Zusammenhang insbesondere die Einbindung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der vielfältigen Informationspflichten, die der Gesetzgeber den Unternehmen auferlege. 78 Prozent der befragten Experten äußerten, dass die Informationspflichten zu umfangreich seien. Auch bestehende Ausnahmen stellten diesbezüglich keine Entlastung dar.
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