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News | Mai 2006
02.05.2006
Mobile Dienste sind nicht nur für elektronisch publizierende Contentanbieter interessant. Auch herkömmliche Verlage interessieren sich zunehmend für diese Form der Kundenansprache.
Deutsche Zeitungs- und Zeitschriftenverlage nutzen verstärkt mobile Medien, um ihre redaktionellen Inhalte zusätzlich zu vertreiben. Dennoch befindet sich der Markt noch in einem frühen Entwicklungsstadium, wie eine Studie der Universität Hamburg belegt. Untersucht wurde von den Hamburger Wissenschaftlern der Bereich mobiler Informationsdienste, eine Teilmenge des Mobile-Content. So offerieren bereits 70 Prozent der untersuchten Print-Titel mobile Informationsdienste, weitere acht Prozent planten ein Angebot. Der Vertrieb von Inhalten über mobile Medien habe auch für kleinere Verlagshäuser an Bedeutung gewonnen.
Neben der Erzielung zusätzlicher Umsätze verfolgen die Verlage mit ihren mobilen Angeboten in erster Linie Marketingziele wie Imageförderung und eine verbesserte Kundenansprache. Die in der Literatur häufig angeführte Gefahr der Kannibalisierung der klassischen Vertriebswege wird seitens der Befragten nicht bestätigt. Der Markterfolg mobiler Informationsdienste werde maßgeblich durch die Ausrichtung am Kundennutzen bestimmt, ist sich Stephan Buse von der Universität Hamburg sicher. Vor allem individualisierte Informationsangebote versprächen eine hohe Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft.
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