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News | Mai 2006
26.05.2006
Die Musikindustrie schwächelt. Als Hoffnungsträger entpuppt sich der Distributionsweg auf mobile Endgeräte.
Musik, die man mobil downloaden kann, wird bald die Rettungsleine für die schrumpfende globale Musikindustrie sein, behaupten die Marktanalysten von eMarketer in einer Studie zum Thema. Zudem seien mobile Downloads auch kritisch für die Wireless-Provider, die ihre Netze schleunigst aufrüsten sollten. Die Experten prognostizieren für die Verkäufe mobiler Musik Umsätze von 7,7 Mrd. US-Dollar für das Jahr 2010, in 2005 lagen sie noch bei 434 Mio. US-Dollar. Weitere Schätzungen sagen, dass in 2010 35 Prozent der Umsätze der Musikindustrie aus digitalen Formen stammen, 2005 lag der Anteil noch bei sechs Prozent. Der Anteil der Musik auf Mobiltelefonen am Anteil der digitalen Musik soll sich von 40 Prozent im vergangenen Jahr auf 65 Prozent in 2010 steigern.
Innerhalb der letzten zwei Jahre haben die Musik-Fans auch aufgrund der Neuheit der mobilen Musikdownloads für eine Situation des 'Quellenfindens' für die Industrie gesorgt, sagt John du Pre Gauntt von eMarketer. Und die soll jetzt vorbei sein und durch eine Zeit des 'Heavy-Lifting' ersetzt werden, da die Hardcore-Fans, die die Distribution bis vor kurzem getragen haben durch den Massenmarkt ersetzt werden. Denn auch aufgrund der verbesserten Mobilfunkgeräte sei ein ganz anderer Umgang mit mobiler Musik möglich.
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