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News | Juni 2006
01.06.2006
Skype soll ungeeignet für den unternehmerischen Gebrauch sein. Berater warnen vor Sicherheitsrisiken und empfehlen Lösungen mit internationalen Standards.
Unternehmen sollten lieber auf den VoIP-Internet-Telefondienst Skype verzichten, da dieser erstens erhebliche Sicherheitslücken aufweise und zweitens nicht auf anerkannten Standards basiere. Das meinen die Berater von Eurospace, die besonders die Skype-Strategie hinterfragen, mittelständische Firmen zu adressieren.
Skype sei zwar verführerisch einfach und kostengünstig, aber ein proprietärer Dienst ohne Bezug zu anerkannten Standards und stelle damit potenziell ein riesiges Einfallstor für Angriffe aus dem Internet dar, warnt Vincent Ohana von Eurospace. Nach Recherchen der Berater seien bereits die ersten Skype-Viren im Umlauf, die über die Telefonsoftware in die Rechner der Gesprächsteilnehmer einfallen sollen. Sei Skype in Microsoft-Outlook integriert, griffen die Schädlinge teilweise auch das Mail-Programm an und verbreiteten sich über die gespeicherten Kontakte.
Eurospace rät den Unternehmen, die Internet-Telefonie zunächst nur firmenintern einzusetzen und erst später die externe Telefonie über das Internet abzuwickeln. Auf jeden Fall sollte dazu ein Service gewählt werden, der auf dem weltweit anerkannten Internet-Telefonstandard Session-Initiating-Protocol (SIP) basiert. In Deutschland sollte der gewählte Dienst zudem an den zentralen deutschen Toplink-Telefonknoten im Datenzentrum des Deutschen Commercial-Internet-Exchange (DE-CIX) angeschlossen sein, den der Verband der deutschen Internetwirtschaft betreibt.
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