ECIN Home | Aktuell |
News | Juni 2006
20.06.2006
Podcasts haben Potenzial. Vielleicht erst einmal nicht für die Werbung, aber als Image-Pusher für ein Medium wie Radio allemal.
Mit jedem Markteintritt eines neuen Mediums sehen sich die Etablierten bedroht. Trotz der Einsicht der Medienforscher, dass neue Medien die 'Alten' kaum verdrängen, sondern eher ergänzen. So ist das auch beim Podcast und dem Radio. Forscher von House of Research fanden heraus, dass ein Drittel der Nutzer tatsächlich das herkömmliche Radio seltener nutzt. Trotzdem seien Radioinhalte als Podcast durchaus gefragt unter den schätzungsweise 500.000 Nutzern. Die Podcast-Angebote der Radiosender umfassen meist Nachrichten, Comedy- und Kultur-Formate. Musik wird wegen der urheberrechtlich noch unklaren Situation derzeit selten in Podcasts integriert.
Die Analysten des House of Research sehen den Podcast aber nicht nur als Konkurrenz zum Radio, sondern auch als Ergänzung. Gerade junge, technik-affine Menschen, die dem Radio ihre Treue aufzukündigen drohen, erreiche man mit den Casts. Zudem sei die Umwandlung von On-Air-Inhalten in Podcasts durchaus nicht aufwendig und weitgehend automatisierbar. Was die Werbefinanzierung betrifft, können Podcasts momentan noch nicht punkten. Gut zwei Drittel der Befragten lehnen den klassischen Hörfunk-Spot beim Podcast deutlich ab. Sponsoring dagegen würden 85 Prozent der Podcast-Nutzer akzeptieren. Voraussetzung hierbei: Die journalistische Unabhängigkeit bleibt gewährleistet.
Zum gleichen Thema:
15.05.2006 - Karibisches Fußball-Marketing
03.05.2006 - Mycast leicht gemacht
28.04.2006 - Podcast für die Finanzen in englisch
01.03.2006 - Podcast: kleines Ding ganz groß
02.02.2006 - Podcast zur Messe
Mehr Infos zum Thema 'Podcast'