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News | Juli 2006
19.07.2006
Webmail-Services sind wenig verlässlich, wenn es um Datenschutz geht. Ein kostenloses Tool soll Sicherheit bringen.
eMail ist eine der populärsten Anwendungen im Internet. Weltweit schicken über 600 Millionen Menschen täglich hunderte Millionen privater und geschäftlicher eMails über Webmail-Services wie z.B. von Google, Yahoo!, Hotmail/MSN oder Web.de. Die Möglichkeit, schnell und unkompliziert von jedem Computer aus Nachrichten versenden zu können, hat den klassischen Brief längst abgelöst. Mit der Entmaterialisierung der Kommunikation verflüssigte sich aber auch das Postgeheimnis. Es herrscht nach wie vor Unsicherheit darüber, wie vertraulich die Mail-Inhalte behandelt werden, da die Daten unverschlüsselt bei den Webmail-Providern gespeichert und ebenfalls unverschlüsselt über das Internet versandt werden. Dritten, so warnen Experten, sei es deshalb ein Leichtes, digitale Informationen abzufangen.
Ein neues Tool soll den Webmail-Nutzern die Kontrolle über ihre Privatsphäre und Geschäftsgeheimnisse im Internet nun zurückgeben. Der kostenfreie Open-Source-Service freenigma ermöglicht die Verschlüsselung von eMails mit den derzeit weltweit am meisten genutzten Webmailern Google Mail, Yahoo! Mail und Hotmail/MSN. Darüber hinaus sind Plugins für Outlook und mobile Geräte geplant. Laut den Herstellern zeichnet sich die Software vor allem durch ihre einfache Bedienbarkeit aus. Hierfür seien Web 2.0-Techniken verantwortlich, die das Tool im Gegensatz zu aufwendigen und komplizierten Kryptographie-Programmen intuitiv handhabbar machen.
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