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News | August 2006
09.08.2006
Mobile TV kann das traditionelle Fernsehen nicht ersetzen muss es aber auch nicht. Nur sollten einige strategische und technologische Entscheidungen getroffen werden.
Die Nachfrage nach mobilen TV-Diensten ist in Europa weiterhin unklar, sagen die Marktexperten von IDC. Trotzdem werden Anstrengungen unternommen die Unzulänglichkeiten von 3G zu überwinden und dem Bedarf an Multicast-Technologien nachzukommen. Derzeitige und künftige mobile Dienste könnten kein Ersatz sein für existierende TV-Services, so Paolo Pescatore von IDC. Im Gegenteil sollten die Mobile-TV-Services komplementäre Dienste anbieten, die zusätzliche Wege gehen, um Nutzern ihre gewählten Programme zu bieten. Auf dem europäischen Markt, so IDC, gebe es bereits TV-ähnliche Streaming-Services über 3G, aber der Markt sei derzeit noch zu fragmentiert.
Nach Meinung von Pescatore seien noch jede Menge Entscheidungen zu treffen: Aus technologischer Sicht müsste es mehr Unterstützung der Industrie und Vendors für DVB-H geben. Verglichen mit anderen Standards wie MediaFLO sei DVB-H aber eher schwach. Eine andere Option, basierend auf dem Digital-Audio-Broadcasting (DAB)-Standard, beinhalte zwei Varianten: Terrestrial-Digital-Multimedia-Broadcasting (T-DMB) und Enhanced-Packet-Mode. Aus strategischer Sicht sollten Betreiber und Broadcaster zwei unterschiedliche Welten zusammenfügen und damit die Nutzererfahrung verbessern. Die User dagegen, rät Pescatore, sollten der Industrie zeigen, dass sie gewillt seien für Dienste auch zu zahlen.
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