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News | August 2006
17.08.2006
Outsourcing ja, aber nicht so weit weg. Das ist das Credo vieler deutscher Unternehmen - dabei kommt es bei dieser Einstellung auf die Branche und die Größe an.
Man könnte meinen, dass deutsche Unternehmen Angst haben vor der Auslagerung von Unternehmensaufgaben an einen geografisch entfernten, externen Dienstleister. Denn obwohl 71,6 Prozent sich für Outsourcing entscheiden, versprechen sich doch 83 Prozent von einer Kooperation mit ortsnahen Dienstleistern den größten Nutzen für das eigene Geschäft. Vor allem der Handel und die öffentliche Verwaltung setzen auf eine Projektvergabe in die Nachbarschaft. Und alle Befragten schreckten zurück vor einer Verlagerung von Aktivitäten in die europäischen Nachbarstaaten, dem so genannten Nearshoring oder nach Übersee, dem so genannten Offshoring. Das sind Ergebnisse einer Studie von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit der InformationWeek.
In der IT- und Telekommunikationsbranche sieht es schon etwas anders aus: 62,9 Prozent finden die Nähe des heimischen Standorts attraktiv. Aber immerhin 58 Prozent sprechen sich auch für eine Near- oder Offshore-Strategie aus. Die Gründe: 27,4 Prozent wollen dabei die Lohnunterschiede in Ländern wie Polen und Tschechien für sich nutzen. 30,6 Prozent setzen auf kostengünstige Anbieter in Übersee. Und neben der Branchenausrichtung spielt auch die Umsatzstärke eine wichtige Rolle für die Outsourcing-Strategie der Unternehmen. Prinzipiell kann man sagen, dass Großkonzerne gern ins Ausland gehen, zu 42,9 Prozent auch in entfernte geografische Regionen. Unternehmen mit weniger als eine Milliarde Euro Jahresumsatz dagegen setzen zu 80 Prozent auf Kooperationen mit ortsnahen Dienstleistern.
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