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News | August 2006
24.08.2006
Wie eine Studie herausfand, wird das Internet auch für Politiker zu einer immer wichtigeren Bühne. Besonders wer junge Wähler erreichen will, muss sich mit Podcasts, Blogs und eMails auskennen.
Das Internet wird immer mehr als verlässliche Informationsquelle angesehen und so ist es nicht verwunderlich, dass auch Politiker den Braten riechen und auf stärkere Online-Präsenz setzten. Bundeskanzlerin Merkel macht mit ihrem wöchentlichen Podcast vor, wie es geht und auch ihre US-amerikanischen Kollegen verlagern ihre Bemühungen um den Bürger/Wähler immer stärker ins Netz. Wie eine Studie von PointRoll und dem E-Voter-Institute zeigt, könnten die nächsten US-Präsidentschaftswahlen online entschieden werden, da immer mehr User nach Informationen über Kandidaten online suchen und diese auch online austauschen. Die Umfrage unter rund 250.000 Wählern habe bestätigt, dass das interaktive Online-Angebote einen stetig wachsenden Einfluss auf Wähler habe, meint Chris Saridakis von PointRoll.
Das wissen anscheinend auch die voraussichtlichen Kandidaten, geben doch 87 Prozent von ihnen an, dass sie während des Wahlkampfs eine Website betreiben werden. 70 Prozent wollen zudem von eMail Gebrauch machen, um ihre Wähler zu erreichen. Zwei Drittel werden Fund-Raising per Internet betreiben, Video-Werbung auf ihrer Website schalten und Online-Werbekampagnen starten. 50 Prozent plant außerdem Blogs und Podcasts.
Obwohl die Wähler immer noch der Meinung sind, dass klassische Fernsehwerbung der effektivste Weg sei, sie zu erreichen, nimmt die Bedeutung und Akzeptanz von eMail und Websites zu. Traditionelle Methoden, wie Postsendungen und Mund-zu-Mund Propaganda werden besonders von den jungen Wählern im Alter zwischen 18 und 24 Jahren als ineffektiv angesehen.
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